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Letzte Änderung: 02.02.2012
Das neue Gutachten der TU Dresden im Auftrag des Umweltbundesamtes bestätigt, dass die Emission von Stickstoffoxiden aus Abfallverbrennungsanlagen weiter reduziert werden können. In der Studie wurde festgestellt, dass sowohl durch den Einsatz neuer Techniken der selektiven nicht katalytischen (SNCR) als auch der selektiven katalytischen Reduktionstechniken (SCR) Stickstoffoxidwerte von unter 100 mg pro m3 Abgas bei einem Ammoniakschlupf von kleiner 10 mg pro m3 sicher einhalten können.
Zukünftig sollen in Deutschland mehr Haushaltsabfälle recycelt werden. Dazu will die Bundesregierung eine “Wertstofftonne“ einführen. Dadurch könnten mehr Metalle und Kunststoffe recycelt werden, die bisher noch im Restmüll landen – circa 7 Kilogramm mehr pro Einwohner und Jahr. Das UBA spricht sich für die Wertstofftonne aus. Hinein gehören sollen Spielzeug oder altes Besteck, aber kein Elektroschrott.
Im Juni 1991 legte Deutschland mit der VerpackungsVO den Grundstein für Vermeidung, Recycling und Wiederverwertung von Verpackungsabfällen. Die Bilanz, jetzt, 20 Jahre später, fällt deutlich positiv aus: Obwohl die Abfallmenge nicht weniger geworden ist, wurden 2008 über 80 Prozent verwertet, während es 1991 weniger als 40 Prozent waren. Das UBA empfiehlt, die Verpackungsverordnung in Richtung Wertstofftonnen weiter zu entwickeln, um auch stoffgleiche Nichtverpackungen recyceln zu können.
Jedes Jahr fallen in Deutschland große Mengen gemischter gewerblicher Siedlungsabfälle an. Im Jahr 2007 waren es rund 6,4 Millionen Tonnen. Die darin enthaltenen Wertstoffe, wie beispielsweise Kunststoff, werden noch nicht optimal genutzt. In einer vom UBA beauftragten Studie wurden Wissenslücken bei den Daten zum Aufkommen und Verbleib dieser Abfälle geschlossen und Lösungsansätze erarbeitet, um die Potenziale künftig besser auszuschöpfen.
Eine einheitliche Wertstofftonne bietet die Chance, auf eine verbraucherfreundliche Art zusätzliche Wertstoffe aus dem Restmüll für eine hochwertige Verwertung zu gewinnen. Doch wie kann die Sammlung, Sortierung und Verwertung organisiert und finanziert werden? Eine Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes stellt Finanzierungs- und Organisationsmodelle und ihre Chancen und Risiken dar.
Eine Studie im Auftrag des UBA empfiehlt, bei der Weiterentwicklung der „Gelben Tonne“ in eine bundesweit einheitliche Wertstofftonne, gemeinsam mit Verpackungsabfällen auch Nichtverpackungen aus Metall und Kunststoffe zu sammeln. So könnten etwa 7 kg dieser wertvollen Stoffe mehr pro Einwohner und Jahr für eine Verwertung zur Verfügung stehen. Für kleine Elektroaltgeräte sei hingegen die separate Erfassung grundsätzlich vorzuziehen. Weiterhin sollten Holz, Textilien, Gummi und Batterien nicht in die Wertstofftonne.
Nach Artikel 29 der EU-Abfallrahmenrichtlinie sind die Mitgliedstaaten verpflichtet, bis Dezember 2013 Abfallvermeidungsprogramme zu erstellen. In Vorbereitung eines solchen Programmes für Deutschland wurden in einem Forschungsprojekt im Auftrag des UBA die derzeit in Deutschland und anderen Ländern realisierten oder als geeignet anerkannten Maßnahmen zur Abfallvermeidung erfasst. Es wurden 296 verschiedene Einzelmaßnahmen zusammengetragen.
Seit 1. September 2010 dürfen Glühlampen mit mehr als 60 Watt nicht mehr in den Handel gelangen. Damit kommen mehr Kompaktleuchtstofflampen (sogenannte Energiesparlampen) zum Einsatz. Der Einzelhandel ist gemeinsam mit anderen Akteuren auf dem Weg, freiwillig ein Rücknahmesystem einzuführen. Ziel der Aktivitäten muss aus UBA-Sicht eine flächendeckende Rücknahme analog der Batterierücknahme sein. Denn Energiesparlampen gehören nicht in den Hausmüll. Sie enthalten geringe Mengen Schadstoffe. Die fachgerechte Entsorgung beginnt mit der Getrennterfassung auf Wertstoffhöfen und anderen Sammelstellen und wird in spezialisierten Behandlungsverfahren fortgeführt. Auch nehmen inzwischen einige Elektrogeschäfte und Supermärkte Ihre alten Energiesparlampen entgegen. Sammelstellen in Ihrer Nähe finden Sie über die Website der Lightcycle Retourlogistik und Service GmbH. Bei Eingabe Ihrer Postleitzahl, Ort, Straße in das Suchfeld werden die Sammelstellen und die Entfernung dorthin angezeigt.
Deutschlands Import zustimmungspflichtiger Abfälle, vor allem belasteter Boden, asbesthaltige Abfälle, Altholz mit gefährlichen Inhaltsstoffen und Rückstände aus Verbrennungsanlagen, ist weiterhin hoch. Er betrug 7,6 Millionen Tonnen. Der Export hingegen ging um rund 20 Prozent zurück und lag bei etwa 1,2 Millionen Tonnen - hier dominierten Restfraktionen aus der Abfallsortierung.
Das Sachverständigengutachten im Auftrag des UBA wertet Erfahrungen aus der Mobiltelefonpartnerschaftsinitiative (MPPI), die im Rahmen des Basler Übereinkommens tätig war, als Grundlagen für zukünftige öffentlich-private Partnerschaften (ÖPP) im Rahmen internationaler Übereinkommen aus. Neben allgemeinen Hintergrundinformationen, benennt es Gründe, warum Organisationen und Länder ÖPP als Beitrag zu ihren nationalen und internationalen Verpflichtungen betrachten, und zeigt die Herausforderung, verschiedene Interessensgruppen, wie Regierungsstellen, Industrie, Nicht-Regierungsorganisationen oder sich entwickelnde Staaten, einzubinden.
Der Export von sogenanntem Elektroschrott hat immer wieder für Aufsehen gesorgt. Denn Altgeräte werden in den Importländern unter katastrophalen Bedingungen für Umwelt und Gesundheit verwertet und entsorgt. Eine neue Studie von Ökopol im Auftrag des UBA zeigt: Auch der Verbraucher ist gefragt, wenn es um die Lösung der Problematik geht.
Noch 1990 lag die Klimabelastung durch die Siedlungsabfallwirtschaft bei rund 38 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten.
2006 ist gegenüber 1990 eine Gesamtentlastung von 56 Millionen Tonnen CO2-Äquivalenten durch Recycling und energetische Verwertung statt Deponierung erreicht worden.
Die Biogasbranche kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Umweltschutz insgesamt liefern. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Anlagen nach dem Stand der Technik gebaut und betrieben werden. Der vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit fachlicher Begleitung des UBA erstellte Bericht ist eine Bestandsaufnahme der in der Biogasbranche eingesetzten Technik. Schwerpunkte liegen im Bereich Immissionsschutz und Anlagensicherheit.
Immer öfter sind sie auf Verpackungen verschiedenster Konsumgüter zu sehen: Die Radio-Frequency-Identifications-Etiketten – kurz RFID-Tags – ersetzen zunehmend den bekannten Bar-Code. Wie würde sich ein massenhafter Einsatz dieser Etiketten auf das Recycling von Verpackungen auswirken? Der Bericht stellt mögliche Entwicklungsszenarien und die damit verbundenen Auswirkungen sowie recyclinggerechte Anforderungen an Herstellungs- und Aufbereitungsprozesse vor.
Seit 1995 ist FCKW in neuen Kühlgeräten verboten. Aber es gibt noch viele alte FCKW-haltige Kühlgeräte, die nur nach und nach entsorgt werden. Im neuen UBA-Ratgeber ist nachzulesen, wie viele FCKW-haltige Altgeräte pro Jahr anfallen und er gibt Tipps zur richtigen Entsorgung.
Sie möchten wissen, wie viel CO2 oder wie viel Abfall der Industriebetrieb nebenan erzeugt? Seit 2008 müssen große Industriebetriebe über ihre Schadstofffreisetzungen in Luft, Wasser und Boden sowie über Schadstoffe im Abwasser und die entsorgten Abfallmengen berichten. Diese Informationen stehen allen Bürgerinnen und Bürgern seit dem 3. Juni 2009 im Schadstofffreisetzungs- und -verbringungsregister (PRTR) Deutschland kostenlos über das Internet zur Verfügung.
Neben sinnvollen Neuerungen zur Vereinfachung und besseren Durchsetzbarkeit der RoHS-Richtlinie sind etliche Abschnitte des Revisionsvorschlages der EU-Kommission aus Sicht des UBA unzureichend: So erfolgt kein Ausschluss weiterer Schadstoffe aus Elektro- und Elektronikgeräten und viele Verfahrensfragen sind nicht ausreichend geklärt.
Es klingt interessant: Ein großer Discounter bietet im Internet-Handel eine Papier-Brikettpresse an. Das Verbrennen von Papierbriketts in Kleinfeuerungsanlage, wie privaten Öfen und Kesseln, ist jedoch nicht erlaubt. Neben einem Bußgeld sind auch erhöhte Emissionen und Verschmutzungen der Anlagen nicht ausgeschlossen.
Abfallverbrennung kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, doch viele befürchten negative Folgen für ihre Gesundheit und die Umwelt. Wie sieht die Umweltbilanz der Abfallverbrennung aus – und was sind zentrale Herausforderungen und Chancen? Über diese und andere Fragen informiert ein Papier des UBA.
Die Praxishilfe stellt Handlungsempfehlungen für Erstbehandler und weitere Akteure zusammen, um deren tägliche Datenerfassung in den Betrieben zur Erfüllung ihrer Informationspflicht gegenüber der Stiftung Elektro-Altgeräte Register (EAR) oder den Statistischen Landesämtern zu erleichtern und zu vereinheitlichen.
Die Ergebnisse von Forschungsprojekten zur ”Umsetzung der Ergebnisse des BMBF-Verbundes ”Sickerwasserprognose” in konkrete Vorschläge zur Harmonisierung von Methoden” und zum „Aufkommen, Qualität und Verbleib mineralischer Abfälle”, die das Umweltbundesamt begleitend zu den Verordnungsvorhaben des Bundesumweltministeriums "Ersatzbaustoffverordnung" und "Fortschreibung der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung" vergeben hatte, liegen jetzt vor.
In einem Forschungsprojekt des Umweltbundesamtes wurden die ökologischen Auswirkungen verschiedener Entsorgungsoptionen für Siedlungsabfälle untersucht. Ergebnisse: Die Hausmüllverbrennung in Deutschland hat Optimierungspotenziale bei der Energienutzung. Die meisten Kraft- und Zementwerke, die Siedlungsabfälle mitverbrennen, haben vor allem bei den Schadstoffemissionen Verbesserungsbedarf.
Die Auswertung der Erfolgskontrollberichte für Geräte-, Fahrzeug- und Industriebatterien bestätigt den positiven Trend bei der Sammlung und Verwertung von Altbatterien in Deutschland. Die Entwicklung zeigt, dass sich die Gefahr von Umweltbelastungen durch Cadmium weiter reduziert: Die Masse der 2009 in Verkehr gebrachten Nickel-Cadmium-Batterien verringerte sich stark, bei konstant hohen Sammelmengen.
Einwegflaschen aus Kunststoff verdrängen zunehmend Mehrwegflaschen und Getränkekartons vom Markt. Der Anteil an Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweg-Getränkeverpackungen geht weiter zurück. Dieser ist 2009 abermals leicht gesunken. Er betrug nur noch 51,8 Prozent. Damit lag er deutlich unter der Zielmarke von 80 Prozent, den die novellierte Verpackungsverordnung für Massengetränke vorgibt.
Die Wertstofftonne durchläuft noch eine Testphase. Manche Städte und Gemeinden probieren diese bereits aus. Wann die neue Tonne deutschlandweit eingeführt wird, ist zurzeit unklar. Doch eins steht fest: Die Wertstofftonne wird die gelbe Tonne irgendwann ablösen. Darin können Sie Verpackungen, Plastikspielzeug und altes Kochgeschirr entsorgen. Kostbare Metalle und Kunststoffe landen somit nicht in der Restmülltonne, sondern können recycelt werden. Einer UBA-Studie zufolge können etwa 7 kg wertvoller Stoffe mehr pro Einwohner und Jahr verwertet werden. Nur Elektro- und Elektronikaltgeräte – also Handys, Toaster oder Mixer gehören nach Ansicht des UBA nicht in die Wertstofftonne.
Seit dem Start des elektronischen Batteriegesetz-Melderegisters haben 3.338 Hersteller ihre Marktteilnahme beim UBA angezeigt. Davon stellen 2.797 Gerätebatterien her, 486 Industrie- und 234 Fahrzeugbatterien. Seit dem 1.3.2010 drohen Herstellern Bußgelder, wenn sie ohne Anzeige im Register Batterien in Verkehr bringen.
Die jährlich vom UBA herausgegebene Studie zu Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland zeigt, dass der Verpackungsverbrauch im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % abgenommen hat. Von den 16,04 Mio. Tonnen Verpackungsabfällen wurden 70,5 % stofflich und 11,1 % energetisch verwertet. Die Summe dieser beiden Verwertungswege lag mit 81,6 % um 2,4 % höher als im Jahr 2007. Die stofflichen Verwertungsquoten für die Verpackungswerkstoffe Glas, Kunststoff, Papier/Pappe/Karton, Metall und Holz lagen auch 2008 jeweils deutlich über den gesetzlichen Vorgaben.
Bereits heute werden ca. 60 Prozent der anfallenden Bau- und Abrissabfälle wieder verwertet, doch überwiegend als geringwertiges Material im Straßenbau oder zur Verfüllung. Das UBA ließ nun in einer Studie Potenziale für eine hochwertige Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen ermitteln. Die Ergebnisse zeigen, dass bis 2020 ein Viertel der im Hochbau benötigten Baumineralien aus Bauabfällen gewonnen werden könnte.
Die Aufbereitung von Schlacken aus Abfallverbrennungsanlagen kann einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten. So ließen sich zum Beispiel 17.000 Tonnen Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer pro Jahr zusätzlich gewinnen. 2009 fielen in Deutschland rund 5,2 Millionen Tonnen Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerken an.
Die Ressourceneffizienz der Kreislaufwirtschaft verbessern – das ist eines der wesentlichen Ziele bei der gegenwärtigen Überarbeitung des Abfallrechts. Zur Umsetzung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG in deutsches Recht bereitet das BMU derzeit eine Gesetzesnovelle vor. Auch Vorgaben des Koalitionsvertrages sollen berücksichtigt werden. Das Gesetzgebungsvorhaben wird vom UBA begleitet.
Die Verwertung von getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen kann sowohl einen ökologischen als auch ökonomischen Nutzen bringen. Hinweise, Vorschläge und Beispiele für Verwertungswege, die für Umwelt und Gebührenzahler lohnenswert sind, gibt die gemeinsam von BMU und UBA herausgegebene neue Broschüre. Die ausführliche Grundlagenstudie, in der verschiedene Optionen zur Verwertung von Bioabfällen untersucht und verglichen wurden, ist jetzt ebenfalls verfügbar.
Mit einem Hintergrundpapier zum Problem des unzulässigen Exports von „Elektroaltgeräten“ wertet das UBA die vorangegangene Ökopol-Studie aus. Deren Inhalt wird auf einfache und knappe Weise aufbereitet. Zugleich informiert das UBA über die eigenen weiteren Aktivitäten zur Lösung oder mindestens zur Verminderung des Problems.
Abfälle in Meeren, vor allem Plastikmüll, sind ein gravierendes ökologisches, ökonomisches und ästhetisches Problem. Woher der Müll stammt und wie man dem Eintrag entgegentreten kann, beschreibt ein neues Papier des UBA . Die jährlich in die Nordsee gekippten 20 000 Tonnen Müll haben sich mittlerweile auf ca. 600 000 Kubikmeter auf und im Meeresboden angesammelt. Die Strände des Nordostatlantiks weisen im Durchschnitt 712 Müllteile pro 100 Meter Küstenlinie auf. Das ist eine Gefahr für Meereslebewesen – sie strangulieren sich in Müllteilen oder verschlucken sie, ersticken daran oder verhungern. Die EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie verlangt eine gemeinschaftliche Bewertung aller menschlichen Belastungen auf die Meeresumwelt.
Die CD-ROM „Best Practice Municipal Waste Management” informiert in vier Sprachen über bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung und fördert zugleich den Technologietransfer. Strukturierte Datenblätter informieren über den EU-Rechtsrahmen, Abfallwirtschaftsprinzipien und -verfahren. Ausländische Zielgruppen schätzen dabei die Verlinkung mit deutschen Technologie-Anbietern. Die CD-ROM kann bestellt oder nach Registrierung komplett heruntergeladen werden. Auch einzelne Datenblätter können heruntergeladen werden.
Die 1999 in Kraft getretene EU-Deponierichtlinie hat sich positiv auf die Abfallpolitik der EU-Mitgliedsstaaten ausgewirkt, so ein Bericht der Europäischen Umweltagentur. Einige Staaten haben die Deponierung unbehandelter Haushaltsabfälle fast vollständig beendet. Andere nutzen jedoch noch zu 90% den Entsorgungsweg Deponie. Die Studie vergleicht Abfallpolitiken und Maßnahmen von Estland, Finnland, Deutschland, Flandern (Belgien), Ungarn und Italien.
Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt legen die Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zu „Ursachenforschung und Limitierungsstrategien für zunehmende Kupfergehalte in Bioabfällen” vor. Es werden die mehrjährigen Untersuchungen von 378 ausgewählten Bioabfallkompostierungsanlagen ausgewertet, entsprechende Eintragspfade für Kupfer aufgedeckt sowie Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Einträge vorgestellt.
Das UBA erstellte für einen einheitlichen Vollzug des ElektroG Handlungsempfehlungen für die Zertifizierung der Erstbehandler, die Dokumentation der Quoten sowie die Aktivitäten der Entsorger. Hersteller von Elektrogeräten erhalten Hinweise zur Wahrnehmung der individuellen Produktverantwortung.
Deutsche Müllverbrennungsanlagen werden heute auf einem technisch anspruchsvollen und ökologisch hohen Niveau sowie mit sehr geringen Emissionen betrieben. Rückstände (Schlacken) werden größtenteils verwertet. Aber bei der Energienutzung gibt es noch Optimierungspotenziale. Das ermittelte ein UBA-Forschungsprojekt.
Die europäische Chemikalienverordnung REACH enthält eine Reihe von Schnittstellen zum Abfallrecht. Nach einer allgemeinen Einführung gibt ein Bericht des UBA eine Übersicht über mögliche Auswirkungen der REACH-VO auf verschiedene Abfallströme wie z.B. Papier, Glas, Kompost, Kraftwerksnebenprodukte, Rückstände der Metallindustrie, Batterien etc.
Die optimierte Nutzung und Verwertung von Bioabfällen und biogenen Reststoffen kann einen positiven Beitrag zum Ressourcenschutz leisten. Durch zahlreiche kleinere Maßnahmen sind künftig weitere Ressourcenschonungspotenziale erschließbar. Deren Identifizierung und Erarbeitung von Lösungsansätzen zur künftig verbesserten Nutzung und Verwertung dieser Materialströme standen im Mittelpunkt eines Projektes des Umweltbundesamtes.
Der tödliche Unfall in einer niedersächsischen Biogasanlage im
November 2005 hatte vielerorts Diskussionen über die Sicherheit
in Biogasanlagen ausgelöst. Unter Leitung des Bundesverbandes der
landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und des Umweltbundesamtes haben
zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen diskutiert, um derartige Unfälle
zukünftig zu verhindern. Das aus den Arbeitsgruppen hervorgegangene
gemeinsame „Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen” steht
jetzt allen Interessierten zur Verfügung.
Das UBA veranstaltete zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt am 12. und 13. Dezember 2005 das Seminar "Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm". Hintergrund ist: Die erheblichen Phosphorressourcen im Abwasser werden zurzeit nur unzureichend verwertet. Die Bundesministerien für Umwelt und Forschung hatten deshalb einen nationalen Förderschwerpunkt Phosphorrecycling ausgeschrieben. Dieser soll helfen, die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm (Gülle, Tier- und Knochenmehl) wirtschaftlich zu betreiben. Darüber hinaus wurde auch eine Studie zu diesem Thema in Auftrag gegeben.
Seit dem Inkrafttreten des Elektrogesetzes ergeben sich für Hersteller, Entsorger, Zertifizierer und Kommunen in der Entsorgung von Elektroaltgeräten neue Pflichten. Seit dem 31.12.2006 müssen Verwertungs- und Recyclingquoten erfüllt und Mengenströme dokumentiert werden. Der Leitfaden Monitoring hilft Erstbehandlern, ein einheitliches Vorgehen für die neuen Dokumentations- und Meldepflichten einzuführen.