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Abfallwirtschaft

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Letzte Änderung: 02.02.2012

Batterierecycling im Jahr 2009: Sammelquote für Geräte-Altbatterien erreichte 44 %

Zeichnung von Batterien auf grünem Hintergrund; Quelle: Matthias Jung © UmweltbundesamtDie Auswertung der Erfolgskontrollberichte für Geräte-, Fahrzeug- und Industriebatterien bestätigt den positiven Trend bei der Sammlung und Verwertung von Altbatterien in Deutschland. Die Entwicklung zeigt, dass sich die Gefahr von Umweltbelastungen durch Cadmium weiter reduziert: Die Masse der 2009 in Verkehr gebrachten Nickel-Cadmium-Batterien verringerte sich stark, bei konstant hohen Sammelmengen.

Einweg verdrängt Mehrweg

Grafik „Getränkeverpackungen im Überblick“Einwegflaschen aus Kunststoff verdrängen zunehmend Mehrwegflaschen und Getränkekartons vom Markt. Der Anteil an Mehrweg- und ökologisch vorteilhaften Einweg-Getränkeverpackungen geht weiter zurück. Dieser ist 2009 abermals leicht gesunken. Er betrug nur noch 51,8 Prozent. Damit lag er deutlich unter der Zielmarke von 80 Prozent, den die novellierte Verpackungsverordnung für Massengetränke vorgibt.

Noch nicht spruchreif: die Wertstofftonne

Alter Topf in der Wertstofftonne; WoGi © fotolia.deDie Wertstofftonne durchläuft noch eine Testphase. Manche Städte und Gemeinden probieren diese bereits aus. Wann die neue Tonne deutschlandweit eingeführt wird, ist zurzeit unklar. Doch eins steht fest: Die Wertstofftonne wird die gelbe Tonne irgendwann ablösen. Darin können Sie Verpackungen, Plastikspielzeug und altes Kochgeschirr entsorgen. Kostbare Metalle und Kunststoffe landen somit nicht in der Restmülltonne, sondern können recycelt werden. Einer UBA-Studie zufolge können etwa 7 kg wertvoller Stoffe mehr pro Einwohner und Jahr verwertet werden. Nur Elektro- und Elektronikaltgeräte – also Handys, Toaster oder Mixer gehören nach Ansicht des UBA nicht in die Wertstofftonne.

Batteriegesetz: erfolgreiche Zwischenbilanz des BattG-Melderegisters

Batterien; Quelle: Matthias Jung © UmweltbundesamtSeit dem Start des elektronischen Batteriegesetz-Melderegisters haben 3.338 Hersteller ihre Marktteilnahme beim UBA angezeigt. Davon stellen 2.797 Gerätebatterien her, 486 Industrie- und 234 Fahrzeugbatterien. Seit dem 1.3.2010 drohen Herstellern Bußgelder, wenn sie ohne Anzeige im Register Batterien in Verkehr bringen.

Verpackungsabfall: 2008 Verbrauch gesunken, Verwertungsquote gestiegen

Verpackungsabfälle im „Gelben Sack”; Quelle: Zauberhut © fotolia.deDie jährlich vom UBA herausgegebene Studie zu Aufkommen und Verwertung von Verpackungsabfällen in Deutschland zeigt, dass der Verpackungsverbrauch im Jahr 2008 gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % abgenommen hat. Von den 16,04 Mio. Tonnen Verpackungsabfällen wurden 70,5 % stofflich und 11,1 % energetisch verwertet. Die Summe dieser beiden Verwertungswege lag mit 81,6 % um 2,4 % höher als im Jahr 2007. Die stofflichen Verwertungsquoten für die Verpackungswerkstoffe Glas, Kunststoff, Papier/Pappe/Karton, Metall und Holz lagen auch 2008 jeweils deutlich über den gesetzlichen Vorgaben.

Urban Mining – Recycling statt Downcycling!

Haus in der Bauphase in der Stadt; Foto: Felix Müller, UBABereits heute werden ca. 60 Prozent der anfallenden Bau- und Abrissabfälle wieder verwertet, doch überwiegend als geringwertiges Material im Straßenbau oder zur Verfüllung. Das UBA ließ nun in einer Studie Potenziale für eine hochwertige Verwertung von Bau- und Abbruchabfällen ermitteln. Die Ergebnisse zeigen, dass bis 2020 ein Viertel der im Hochbau benötigten Baumineralien aus Bauabfällen gewonnen werden könnte.

Abfallverbrennung: Optimierte Schlackenaufbereitung spart Rohstoffe und CO2-Emissionen

Schrottteile aus der Schlacke einer Müllverbrennungsanlage; Foto: Benjamin Wiechmann, UBADie Aufbereitung von Schlacken aus Abfallverbrennungsanlagen kann einen Beitrag zum Klimaschutz und zur Ressourceneffizienz leisten. So ließen sich zum Beispiel 17.000 Tonnen Nichteisenmetalle wie Aluminium und Kupfer pro Jahr zusätzlich gewinnen. 2009 fielen in Deutschland rund 5,2 Millionen Tonnen Schlacken aus Müllverbrennungsanlagen und Ersatzbrennstoffkraftwerken an.

Mehr Ressourcenschutz im Abfallrecht – Das Kreislaufwirtschaftsgesetz wird novelliert

Recyclinganlage; azthes mudger © fotolia.deDie Ressourceneffizienz der Kreislaufwirtschaft verbessern – das ist eines der wesentlichen Ziele bei der gegenwärtigen Überarbeitung des Abfallrechts. Zur Umsetzung der europäischen Abfallrahmenrichtlinie 2008/98/EG in deutsches Recht bereitet das BMU derzeit eine Gesetzesnovelle vor. Auch Vorgaben des Koalitionsvertrages sollen berücksichtigt werden. Das Gesetzgebungsvorhaben wird vom UBA begleitet.

Bioabfälle ökologisch sinnvoll verwerten

zur Broschüre „Ökologisch sinnvolle Verwertung von Bioabfällen” - bitte anklickenDie Verwertung von getrennt gesammelten Bio- und Grünabfällen kann sowohl einen ökologischen als auch ökonomischen Nutzen bringen. Hinweise, Vorschläge und Beispiele für Verwertungswege, die für Umwelt und Gebührenzahler lohnenswert sind, gibt die gemeinsam von BMU und UBA herausgegebene neue Broschüre. Die ausführliche Grundlagenstudie, in der verschiedene Optionen zur Verwertung von Bioabfällen untersucht und verglichen wurden, ist jetzt ebenfalls verfügbar.

Wie weiter mit dem Problem „Elektroaltgeräte-Export“?

zum Hintergrundpapier - bitte anklickenMit einem Hintergrundpapier zum Problem des unzulässigen Exports von „Elektroaltgeräten“ wertet das UBA die vorangegangene Ökopol-Studie aus. Deren Inhalt wird auf einfache und knappe Weise aufbereitet. Zugleich informiert das UBA über die eigenen weiteren Aktivitäten zur Lösung oder mindestens zur Verminderung des Problems.

Müllbelastung der Meere unverändert hoch

Am Strand angespülte Plastikflasche; Quelle: Dub © www.fotolia.deAbfälle in Meeren, vor allem Plastikmüll, sind ein gravierendes ökologisches, ökonomisches und ästhetisches Problem. Woher der Müll stammt und wie man dem Eintrag entgegentreten kann, beschreibt ein neues Papier des UBA . Die jährlich in die Nordsee gekippten 20 000 Tonnen Müll haben sich mittlerweile auf ca. 600 000 Kubikmeter auf und im Meeresboden angesammelt. Die Strände des Nordostatlantiks weisen im Durchschnitt 712 Müllteile pro 100 Meter Küstenlinie auf. Das ist eine Gefahr für Meereslebewesen –  sie strangulieren sich in Müllteilen oder verschlucken sie, ersticken daran oder verhungern. Die EG-Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie verlangt eine gemeinschaftliche Bewertung aller menschlichen Belastungen auf die Meeresumwelt.

Viersprachige CD-ROM:  Bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung

CD-Cover Vorderseite ©UmweltbundesamtDie CD-ROM „Best Practice Municipal Waste Management” informiert in vier Sprachen über bewährte Verfahren zur kommunalen Abfallbewirtschaftung und fördert zugleich den Technologietransfer. Strukturierte Datenblätter informieren über den EU-Rechtsrahmen, Abfallwirtschaftsprinzipien und -verfahren. Ausländische Zielgruppen schätzen dabei die Verlinkung mit deutschen Technologie-Anbietern. Die CD-ROM  kann bestellt oder nach Registrierung komplett heruntergeladen werden. Auch einzelne Datenblätter können heruntergeladen werden.

Abfallstrategien der EU-Mitgliedsstaaten im Vergleich

Mülldeponie mit Bagger; Quelle: bilderbox © www.fotolia.deDie 1999 in Kraft getretene EU-Deponierichtlinie hat sich positiv auf die Abfallpolitik der EU-Mitgliedsstaaten ausgewirkt, so ein Bericht der Europäischen Umweltagentur. Einige Staaten haben die Deponierung unbehandelter Haushaltsabfälle fast vollständig beendet. Andere nutzen jedoch noch zu 90% den Entsorgungsweg Deponie. Die Studie vergleicht Abfallpolitiken und Maßnahmen von Estland, Finnland, Deutschland, Flandern (Belgien), Ungarn und Italien.

Zunehmende Kupfergehalte in Bioabfällen: Wie kann man dieser Tendenz entgegen wirken?

LaubabfallBundesumweltministerium und Umweltbundesamt legen die Ergebnisse eines Forschungsvorhabens zu „Ursachenforschung und Limitierungsstrategien für zunehmende Kupfergehalte in Bioabfällen” vor. Es werden die mehrjährigen Untersuchungen von 378 ausgewählten Bioabfallkompostierungsanlagen ausgewertet, entsprechende Eintragspfade für Kupfer aufgedeckt sowie Möglichkeiten zur Reduzierung dieser Einträge vorgestellt.

ElektroG: Gutachten zu rechtlichen und fachlichen Grundlagen

Elektrogeräteschrott - Copyright: BMU / Rupert OberhäuserDas UBA erstellte für einen einheitlichen Vollzug des ElektroG Handlungsempfehlungen für die Zertifizierung der Erstbehandler, die Dokumentation der Quoten sowie die Aktivitäten der Entsorger. Hersteller von Elektrogeräten erhalten Hinweise zur Wahrnehmung der individuellen Produktverantwortung.

Vollständige Abfallverwertung in MVA

Müllverbrennung, Ladebunker - Copyright: BMU / Christoph EdelhoffDeutsche Müllverbrennungsanlagen werden heute auf einem technisch anspruchsvollen und ökologisch hohen Niveau sowie mit sehr geringen Emissionen betrieben. Rückstände (Schlacken) werden größtenteils verwertet. Aber bei der Energienutzung gibt es noch Optimierungspotenziale. Das ermittelte ein UBA-Forschungsprojekt.

Auswirkungen von REACH auf Verwertung und Recycling

Die europäische Chemikalienverordnung REACH enthält eine Reihe von Schnittstellen zum Abfallrecht. Nach einer allgemeinen Einführung gibt ein Bericht des UBA eine Übersicht über mögliche Auswirkungen der REACH-VO auf verschiedene Abfallströme wie z.B. Papier, Glas, Kompost, Kraftwerksnebenprodukte, Rückstände der Metallindustrie, Batterien etc.

Biomassestoffströme ökologisch effizienter nutzen

Bio-Abfall Die optimierte Nutzung und Verwertung von Bioabfällen und biogenen Reststoffen kann einen positiven Beitrag zum Ressourcenschutz leisten. Durch zahlreiche kleinere Maßnahmen sind künftig weitere Ressourcenschonungspotenziale erschließbar. Deren Identifizierung und Erarbeitung von Lösungsansätzen zur künftig verbesserten Nutzung und Verwertung dieser Materialströme standen im Mittelpunkt eines Projektes des Umweltbundesamtes.

Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen

Rind im StallDer tödliche Unfall in einer niedersächsischen Biogasanlage im November 2005 hatte vielerorts Diskussionen über die Sicherheit in Biogasanlagen ausgelöst. Unter Leitung des Bundesverbandes der landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften und des Umweltbundesamtes haben zwei Arbeitsgruppen Maßnahmen diskutiert, um derartige Unfälle zukünftig zu verhindern. Das aus den Arbeitsgruppen hervorgegangene gemeinsame „Informationspapier zur Sicherheit bei Biogasanlagen” steht jetzt allen Interessierten zur Verfügung.

Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm

Das UBA veranstaltete zusammen mit der Technischen Universität Darmstadt am 12. und 13. Dezember 2005 das Seminar "Rückgewinnung von Phosphor aus Abwasser und Klärschlamm". Hintergrund ist: Die erheblichen Phosphorressourcen im Abwasser werden zurzeit nur unzureichend verwertet. Die Bundesministerien für Umwelt und Forschung hatten deshalb einen nationalen Förderschwerpunkt Phosphorrecycling ausgeschrieben. Dieser soll helfen, die Phosphorrückgewinnung aus Abwasser und Klärschlamm (Gülle, Tier- und Knochenmehl) wirtschaftlich zu betreiben. Darüber hinaus wurde auch eine Studie zu diesem Thema in Auftrag gegeben.

ElektroG: Leitfaden Monitoring für Erstbehandler

ElektronikabfallSeit dem Inkrafttreten des Elektrogesetzes ergeben sich für Hersteller, Entsorger, Zertifizierer und Kommunen in der Entsorgung von Elektroaltgeräten neue Pflichten. Seit dem 31.12.2006 müssen Verwertungs- und Recyclingquoten erfüllt und Mengenströme dokumentiert werden. Der Leitfaden Monitoring hilft Erstbehandlern, ein einheitliches Vorgehen für die neuen Dokumentations- und Meldepflichten einzuführen.

 

 

 

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