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Chemikalienpolitik und Schadstoffe, REACH

Berichte Bund/Länder zu DIOXINEN

Letzte Änderung: 10.08.2010

Der 3. und 4. Bericht der Bund/Länder-Arbeitsgruppe DIOXINE wurden vom Umweltbundesamt in einem Band unter dem Titel "Dioxine - Daten aus Deutschland" veröffentlicht. Er kann über den Buchhandel (ISBN 3-00-009326-5) oder online bestellt werden. Diese Berichte können auch jeweils auf Deutsch und Englisch als PDF-Datei heruntergeladen werden.

2007 erschien der 5. Bericht des Bundes und der Länder DIOXINE, der nur auf Deutsch vorliegt.

Hintergrund

Die 34. Umweltministerkonferenz beauftragte die Bund/Länder-Arbeitsgruppe DIOXINE, Dioxin-Messprogramme zu initiieren und zu koordinieren, die erhobenen Daten zu dokumentieren und auszuwerten.

Der Beschluss der 37. Umweltministerkonferenz führte zur Einrichtung einer zentralen Datenbank DIOXINE im Umweltbundesamt. Die Verwaltung der Datenbank erfolgt durch das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin.

Im Blickfeld des 3. Berichts der Bund/Länder-Arbeitsgruppe DIOXINE steht die Auswertung der seit Aufbau der Datenbank DIOXINE erfassten ca. 10.000 Proben von Böden, Luft (Emission, Immission, Deposition), Biota, Chemikalien (Stoffe, Zubereitungen und Erzeugnisse) und Abfall (Klärschlamm). Darüber hinaus liegen einige wenige Daten über den Gehalt von Dioxinen in Futtermitteln vor.

Im 4. Bericht der Bund/Länder-Arbeitsgruppe sind die Ergebnisse des Dioxin-Referenzmessprogramms, das 1994 begann, veröffentlicht. Dies sind Daten zu Böden, Sedimenten und Schwebstoffen, Luft, Bioindikatoren und Kuhmilch sowie Humandaten. Neben Angaben zur Datenlage und zur Probenanzahl erfolgten entsprechend der Zielsetzungen der Datenbank DIOXINE die Auswertungen primär hinsichtlich zeitlicher und räumlicher Trends sowie differenziert nach Gebieten mit ausschließlicher Hintergrundbelastung und Gebieten, die durch vermutete besondere Belastung gekennzeichnet sind.

Inzwischen wurde der Datenbestand erneut aktualisiert und in einem 5. Bericht des Bundes und der Länder zusammengefasst. Dazu wurden 10 fortlaufende Messprogramme mit insgesamt 5.618 Probendatensätzen und 86.543 Analysenergebnisdatensätzen, die im Wesentlichen den Zeitraum 1995 bis 2004 abdecken , ausgewertet. Diese Ergänzungen betreffen vor allem die Kompartimente Innenraumluft, Wasser, Biota, Boden und Sedimente, wo der Datenbestand erweitert werden konnte. Ergänzungen konnten auch im Bereich von Immissions- und Depositionsmessungen realisiert werden. Das Verhältnis von Dioxin- zu PCB-Datensätzen liegt dabei bei 30% zu 70%. D.h., vor allem der Bestand an PCB-Daten konnte wie vorgesehen deutlich erweitert werden.

Die Auswertung der in den vergangenen 15 Jahren erhobenen Daten belegt, dass die in Kraft getretenen Umweltschutzmaßnahmen zur Minimierung der Einträge an Dioxinen in die Umwelt erfolgreich waren. Die Belastung des Menschen konnte seit Anfang der 90er Jahre um ca. 60% vermindert werden. Die aktuellen Dioxingehalte in den verschiedenen Kompartimenten weisen jedoch auf eine Verlangsamung bzw. Stagnation des Rückgangs hin. Es sind weiterhin Anstrengungen erforderlich, um Mensch und Umwelt vor Dioxinen hinreichend zu schützen. Die Bund/Länder-Arbeitsgruppe DIOXINE schlägt vor, die Messprogramme in den Ländern punktuell und zielgerichtet fortzuführen und über die Ergebnisse in einigen Jahren erneut zu berichten.

 

 

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