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Letzte Änderung: 10.08.2010
PCB sind als langlebige, bioakkumulierende Umweltschadstoffe, auch POPs genannt (persistent organic pollutants) in der Bundesrepublik Deutschland seit langem nicht mehr in Gebrauch.
Für die menschliche Gesundheit wirken sie chronisch, neuro-, immuno- und reproduktionstoxisch. Beim Menschen können sie sehr wahrscheinlich Krebs hervorrufen.
Die Produktion von PCB wurde bereits im Jahre 1983 eingestellt. Es folgten 1984 das Verwendungsverbot in elektrischen Betriebsmitteln und das vollständige Verbot für alle Anwendungen im Jahre 1989 mit der PCB/PCT-Verbotsverordnung, die 1993 in die Chemikalienverbotsverordnung übernommen wurde. Die Verbotsregelungen gelten zudem auch in der Europäischen Union.
Trotz der Verbote ist PCB im Blut von Menschen gefunden worden. Die wichtigste Quelle sind fettreiche tierische Nahrungsmittel. In der Innenraumluft stammten Belastungen oft aus Dichtmassen.
Das UBA hat das PCB-Problem frühzeitig aufgegriffen und die Belastung der Bevölkerung mit PCBs untersucht. Aus diesen Daten sind Referenzwerte für PCB abgeleitet und veröffentlicht worden, die Informationen über die Hintergrundbelastung - also der heute nicht vermeidbaren Belastung - der Bevölkerung in Deutschland liefern. Einzigartig in Europa: Die neuesten Daten zur Belastung im Blut von Kindern PDF / 218 KB.
Für PCB in der Innenraumluft wurden toxikologisch begründete Richtwerte ergänzt und 2007 veröffentlicht.
Wegen ihrer Gefährlichkeit für Umwelt und menschliche Gesundheit sind POPs, zu denen auch PCB gehören, auf internationaler Ebene durch internationale Umwelt-Abkommen verboten worden.
Die Vertragsstaaten des Stockholmer Übereinkommens (derzeit 170 Staaten) verpflichten sich dazu, diese Stoffe weder zu produzieren, noch anzuwenden und in den noch in Gebrauch befindlichen Erzeugnissen schrittweise zu entsorgen. Damit wird deutlich, wie hoch die Gefährlichkeit dieser Stoffgruppe weltweit eingeschätzt wird.
Einstmals wurden PCB wegen ihrer besonderen chemischen und physikalischen Eigenschaften als Kühl- und Isoliermittel in der Elektroindustrie, als Hydraulikflüssigkeit in der Maschinenindustrie und als Wärmeübertragungsflüssigkeit in vielen Industriezweigen eingesetzt. Zugleich diente PCB auch als Weichmacher und Brandverzögerer für Lacke, Farben, Klebstoffe, Dichtungsmassen, Kunststoffe und Verpackungen.