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Energie

Umweltverträgliche Energienutzung

Letzte Änderung: 14.12.2011

„Entwicklung zukunftsfähig zu machen, heißt, dass die gegenwärtige Generation ihre Bedürfnisse befriedigt, ohne die Fähigkeit der zukünftigen Generation zu gefährden, ihre eigenen Bedürfnisse befriedigen zu können." (Brundtland Bericht, 1987)

Unsere Energieerzeugung und -nutzung ist gegenwärtig nicht umweltverträglich. Wir verbrauchen zu viel Strom, Brennstoffe und Kraftstoffe. Diese Endenergien stellen wir auf ineffiziente Weise bereit. Für die Energieversorgung setzen wir Primärenergieträger ein, die Umwelt und Klima zu stark belasten: Etwa 80 % aller Treibhausgasemissionen sind energiebedingt, d.h. sie entstehen bei der Umwandlung und Nutzung von Energie.

Das Flussdiagramm zeigt das Prinzip einer nicht nachhaltigen Energienutzung in Deutschland, die durch drei Eigenschaften gekennzeichnet ist: 1) ein zu hoher Bedarf an Endenergieträgern wie Strom, Kraftstoffen und Brennstoffen, 2) zu hohe Umwandlungsverluste bei der Bereitstellung der Endenergieträger, 3) Einsatz zu umweltbelastender Primärenergien wie Kohle, Gas, Öl, Uran.

Die Nutzung von Energie muss drei Kriterien erfüllen, um dauerhaft umweltverträglich zu sein:

  1. In einem ersten Schritt muss der Verbrauch von Endenergien sinken, indem wir möglichst sparsam mit Strom, Brennstoffen und Kraftstoffen umgehen. Unseren derzeitigen energieabhängigen Lebenskomfort (z. B. eine warme und helle Wohnung oder die Herstellung eines Produktes) können wir mit deutlich geringerem Energieeinsatz  erreichen als bisher.
  2. Zweitens müssen wir den verringerten Bedarf an Endenergie möglichst effizient aus Primärenergien decken. Heute geschieht dies überwiegend aus nichterneuerbaren Primärenergieträgern wie Kohle, Öl, Gas oder auch Uran. Unsere Energieversorgung  sollte auf effizienteren Techniken basieren, zum Beispiel hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung.
  3. Wir sollten, drittens, möglichst viele erneuerbare Energien  nutzen: idealerweise zu 100 Prozent, aber auf möglichst effiziente Weise. Denn auch die Nutzung der erneuerbaren Energien ist nicht frei von Belastungen für die Umwelt. Und je weniger Energie wir brauchen, umso mehr erhöht sich gleichzeitig der Anteil erneuerbarer Energien am Energieverbrauch.

Das Flussdiagramm zeigt das Prinzip einer nachhaltigen Energienutzung in Deutschland, die durch drei Eigenschaften gekennzeichnet ist: 1) deutlich reduzierter Endenergiebedarf durch sparsamen Umgang mit Strom, Brennstoffen und Kraftstoffen, 2) wesentlich effizientere Bereitstellung der Endenergien, 3) umfangreicher und effizienter Einsatz umweltfreundlicher, erneuerbarer Energien.

Um alle drei Kriterien einer umweltverträglichen Energienutzung umzusetzen und eine Energiewende einzuleiten, sind übergreifende Politikansätze  nötig. Solche Politikansätze sind kontinuierlich zu entwickeln und europäisch sowie international einzubringen.

 

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