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Letzte Änderung: 14.12.2011
Wie groß ist der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromproduktion? Was ist zu beachten, wenn man Holz in Kaminen und Öfen verbrennt? Wie kann man Biomasse nachhaltig nutzen? Wie wirken die europäischen Fördermechanismen für erneuerbare Stromerzeugung?
Erneuerbare Energien sind Wind- und Sonnenenergie, Biomasse, Geothermie und Wasserkraft. Erneuerbare Energien können einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Außerdem tragen sie zur Versorgungssicherheit und zur Vermeidung von Rohstoffkonflikten bei. Das Grundprinzip einer Nutzung erneuerbarer Energien besteht darin, dass sowohl aus den in der Natur stattfindenden Prozessen als auch durch die Nutzung nachwachsender Rohstoffe Strom, Wärme und Kraftstoffe erzeugt werden.
Wir begleiten und bewerten die Entwicklung innovativer und umweltverträglicher Techniken. Wir setzen uns für die Nutzung erneuerbarer Energien ein, indem wir geeignete Instrumente sowie Maßnahmen vorschlagen, die eine Integration der erneuerbaren Energien vereinfachen und ihren umweltverträglichen Ausbau unterstützen. Für die Förderung erneuerbaren Stroms spielt das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine große Rolle. Das Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) und das Marktanreizprogramm (MAP) verfolgen das Ziel, den Anteil erneuerbarer Wärme zu erhöhen.

Quelle: Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2010, BMU 2011, S. 5
Erneuerbare Energien haben einen rasanten Zuwachs. Ihr Anteil am gesamten Endenergieverbrauch hat sich seit Anfang dieses Jahrtausends mehr als verdoppelt und lag im Jahr 2010 bei 11 %. Die Arbeitsgemeinschaft Erneuerbare-Energien-Statistik ermittelt als unabhängiges Fachgremium jährlich den Stand der Entwicklung Erneuerbarer Energien in Deutschland, in der EU und weltweit. Mehr Informationen finden Sie hier:
Durch den Einsatz erneuerbarer Energien wurden 2010 in Deutschland Treibhausgase in Höhe von 110 Mio. Tonnen CO2-Äquivalenten vermieden. Diese Zahl ermittelte das Umweltbundesamt für die BMU-Veröffentlichung „Entwicklung der erneuerbaren Energien in Deutschland im Jahr 2010“. Grundlage für die Berechnung ist die Studie „Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger“, in der das Umweltbundesamt die Emissionsbilanz erneuerbarer Energien für Strom, Wärme und Kraftstoffbereitstellung mit optimierten Methoden neu berechnet hat. Vorketten (z.B. Herstellung und Wartung der Anlagen oder Gewinnung von Brennstoffen) wurden in die Netto-Bilanz mit einbezogen. Landnutzungsänderungen als Folge des Energiepflanzenanbaus können aufgrund fehlender belastbarer methodischer Ansätze bisher noch nicht berücksichtigt werden, obgleich sie einen relevanten Einfluss auf die Höhe der tatsächlichen Treibhausgasvermeidung haben. Die vermiedenen Emissionen durch erneuerbare Energien werden regelmäßig berechnet und mit der Broschüre „Erneuerbare Energien in Zahlen“ veröffentlicht. Die aktualisierten Datensätze zur Studie sind in dem aktualisierten Anhangteil PDF / 344 KB zusammengestellt
Die Analyse Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien zeigt: Rund 85 Prozent der Preissteigerungen zwischen 2000 und 2010 sind auf andere Faktoren als die so genannte EEG-Umlage zurückzuführen. Der Erhöhung der EEG-Umlage stehen erhebliche Kostensenkungen bei der Strombeschaffung gegenüber. Zu verdanken ist dies auch dem Ausbau der erneuerbaren Energien, der zu einem Rückgang der Preise an der Strombörse führte.
Um das europäische Ziel zu erreichen, bis zum Jahr 2020 mindestens 21 % des Bruttostromverbrauchs aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, bedarf es effektiver und effizienter Instrumente. In einer Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden die wesentlichen in Europa eingesetzten Instrumente analysiert, verglichen und ihr Potenzial als Beitrag zum europäischen Ausbauziel untersucht. Von der englischsprachigen Studie ist auch eine deutsche Kurzfassung verfügbar.
Viele weniger entwickelte Länder verfügen über beachtliche, bislang jedoch noch nicht ausgeschöpfte Potenziale zur Nutzung erneuerbarer Energien. Der im Kyoto-Protokoll vorgesehene Clean Development Mechanism (CDM) erlaubt es Industrieländern, Treibhausgasemissionen, die über ihr Reduktionsziel hinausgehen, über Reduktionsmaßnahmen in Entwicklungsländern auszugleichen. Eine englischsprachige Studie des Umweltbundesamtes untersucht die Rolle des Clean Development Mechanism bei der Förderung erneuerbarer Energien in Entwicklungsländern. Ein ebenfalls englischsprachiger Leitfaden fasst die Ergebnisse zusammen.
Wollen auch Sie erneuerbare Energien nutzen und damit Umwelt und Klima schützen?
Mit dem Online-Ökostrom-Tarifrechner können Sie sich Rat für einen Wechsel zu einem Ökostromanbieter holen. In der Datenbank energiefoerderung.info oder in den Fördermittel-Ratgebern können Sie online nach Fördermitteln suchen.
Der Förderratgeber von co2online bietet aktuelle Informationen über die zahlreichen bundesweiten und lokalen Förderprogramme für Energieeffizienz und erneuerbare Energien.
Der Marktanteil an Ökostromprodukten ist in den letzten Jahren enorm gestiegen. Verbraucherinnen und Verbraucher müssen darauf vertrauen dürfen, dass der erworbene Ökostrom tatsächlich aus erneuerbaren Energien gewonnen wurde. Herkunftsnachweise machen die Herkunft des Stroms aus erneuerbaren Energien transparent und bieten damit für Verbraucherinnen und Verbraucher eine hohe Verlässlichkeit.
Die verpflichtende Stromkennzeichnung des Energieversorgers (nach § 42 EnWG) liefert den Endkundinnen und Endkunden wichtige Informationen zu ihrem Strombezug. Mit Inbetriebnahme des Herkunftsnachweisregisters darf ein Energieversorger Strom nur dann als solchen aus erneuerbaren Energien kennzeichnen und auf der Stromrechnung ausweisen, soweit dieser für die gelieferte Menge EE-Strom auch Herkunftsnachweise entwertete. Damit wird die Stromkennzeichnung verlässlicher, und eine Doppelvermarktung wird ausgeschlossen.
Die Möglichkeit, vom UBA Herkunftsnachweise zu erhalten, besteht erst dann, wenn das Herkunftsnachweisregister beim Umweltbundesamt oder der beliehenen Stelle in Betrieb geht. Diesen Termin wird das BMU im elektronischen Bundesanzeiger bekanntmachen. Im Jahr 2011 wird das Register voraussichtlich noch nicht in Betrieb gehen.
Wird Biomasse energetisch genutzt, müssen die Emissionen von CO2 und anderen klimawirksamen Gasen aus Landnutzungsänderungen, Anbau, Ernte, Verarbeitung und energetischer Verwertung der Biomasse berücksichtigt werden. Sind diese Emissionen geringer als die der fossilen Energieträger, kann die Verwendung der Biomasse klimaschützend sein. Verschiedene Studien und Publikationen des Umweltbundesamtes befassen sich mit den ökologischen, ökonomischen und sozialen Auswirkungen der Nutzung und Förderung der Biomasse unter den Gesichtspunkten der Nachhaltigkeit und der Vermeidung negativer Effekte.
Das Forschungsprojekt Bio-global zeigt eine langfristige Strategie für nachhaltige Bioenergie auf. Dafür wurden Nachhaltigkeitsanforderungen für den Anbau und die energetische Nutzung von Biomasse definiert. Denn Bioenergie ist nur dann ökologisch sinnvoll, wenn weniger Treibhausgase ausgestoßen und Boden, Wasser und die biologische Vielfalt nicht beeinträchtigt werden.
Bioenergie spielt innerhalb der erneuerbaren Energien eine wesentliche Rolle. Wegen der Konkurrenz zur Nahrungsmittelproduktion sowie dem möglichen Einfluss auf die Rodung von Regenwäldern ist jedoch eine nachhaltige Produktion und Nutzung sicherzustellen. Wie dies erreicht werden kann und welche Kriterien dabei angelegt werden müssten, untersucht im Auftrag des Umweltbundesamtes die Studie Criteria for a Sustainable Use of Bioenergy on a Global Scale, von der auch eine deutsche Zusammenfassung PDF / 240 KB vorliegt.
Der wirtschaftliche Erfolg von Bäckereien hängt zunehmend vom Energieverbrauch ab. In der Ökobäckerei Schwarzmaier in Oberbayern konnte mit Unterstützung des Umweltbundesamtes ein umweltfreundliches und innovatives Energiekonzept verwirklicht werden, das durch vielfältige Energieeinsparmaßnahmen sowie den Einsatz des CO2- neutralen und somit klimafreundlichen Energieträgers "Holzpellets" gekennzeichnet ist: Studie Einrichtung einer Öko-Bäckerei mit ganzheitlichem Konzept.
Immer mehr private Haushalte heizen mit Holz. Das ist gut fürs Klima, denn Holz setzt bei seiner Verbrennung nur soviel klimaschädliches Kohlendioxid frei, wie vorher beim Pflanzenwachstum im Holz gebunden wurde. Aber: Holzfeuerungsanlagen stoßen auch gesundheitsschädlichen Feinstaub aus. Das Umweltbundesamt meint daher: Kleine Holzfeuerungsanlagen müssen sauberer werden. Es gibt auf dem Markt bereits moderne Holzfeuerungsanlagen, die relativ wenig Feinstaub emittieren. Seit 22. März 2010 gelten für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Kleinfeuerungsanlagen für feste Brennstoffe neue Umweltauflagen. Die Novellierung der 1. Bundesimmissionsschutzverordnung passt die Verordnung an die technischen Weiterentwicklungen zum Verringern der Schadstoffemissionen an. Die wichtigsten Änderungen erläutert ein Hintergrundpapier zur 1. BImSchV.
Das Umweltzeichen „Blauer Engel” kennzeichnet Pelletöfen und Pelletheizkessel, die deutlich weniger Feinstaub und andere Emissionen als herkömmliche Produkte ausstoßen.
Mehr Informationen zum umweltfreundlichen Heizen mit Holz bieten der Ratgeber zum richtigen und sauberen Heizen das Hintergrundpapier „Feinstaub aus Kamin und Holzofen”.
Die Biogasbranche kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Umweltschutz insgesamt liefern. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Anlagen nach dem Stand der Technik gebaut und betrieben werden. Der vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit fachlicher Begleitung des UBA erstellte Bericht ist eine Bestandsaufnahme der in der Biogasbranche eingesetzten Technik. Schwerpunkte liegen im Bereich Immissionsschutz und Anlagensicherheit
Die Windenergienutzung an Land und auf See stellt ein wesentliches Element einer nachhaltigen Energieversorgung dar. Die Gründe für die seit dem Jahr 2003 schleppende Entwicklung wurden 2007 im Rahmen der Studie Entwicklung einer Umweltstrategie für die Windenergienutzung an Land und auf See untersucht und Vorschläge für eine Bewältigung der Hemmnisse gemacht. Die Studie ist auch in einer Kurzfassung erschienen.
Eine Übersicht über die 2008 in den einzelnen deutschen Bundesländern installierte Megawatt-Leistung aller Windanlagen bietet die Karte „Kraftwerke und Windleistung in Deutschland PDF / 2,90 MB”. In der Kraftwerksliste PDF / 662 KB sind unter anderem Windkraftwerke ab einer elektrischen Bruttoleistung von 100 MW aufgeführt.
Erdwärme ist eine nachhaltige und erneuerbare Energiequelle. Sie kann zum Heizen oder zur Stromerzeugung genutzt werden.
Seit Anfang des 2008 gelten die neuen Förderkonditionen des Marktanreizprogramms für erneuerbare Energien im Wärmemarkt. Elektrische Wärmepumpen werden immer beliebter und ihre Absatzzahlen steigen. Doch wie sind Umwelt- und Energiebilanz elektrischer Wärmepumpen? Zu diesen Fragen hat das UBA das Positionspapier: Wie ist die Umweltbilanz elektrischer Wärmepumpen im Vergleich zu anderen Heizungssystemen? verfasst.
Wie man Erdwärme zum Heizen, Kühlen und zur Stromerzeugung erschließt, können Schülerinnen und Schüler jetzt von der Schülergruppe aus einer Broschüre für die Jahrgangsstufen 7 bis 10 erfahren. Für ein Referat machen sie sich schrittweise mit den zahlreichen Möglichkeiten der Energie aus der Tiefe vertraut.