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Letzte Änderung: 30.01.2012
Welchen Einfluss haben steigende Energiepreise auf den zukünftigen Energiemix? Wie wirkt sich eine Verschärfung der Energieeinsparverordnung in 2009 auf die Energiebilanz im Jahr 2020 aus? Können wir die Treibhausgas-Emissionen bis 2020 um 40 % reduzieren? Wie klimaschädlich ist elektrischer Strom? Was unternimmt die Politik, um eine nachhaltige und umweltverträgliche Energienutzung zu verwirklichen?
Um alle Kriterien einer nachhaltigen Energienutzung umzusetzen und eine Energiewende einzuleiten, sind Politikansätze nötig, die eine sichere Energieversorgung und den Schutz des Klimas gleichrangig berücksichtigen. Mit den Meseberger Beschlüssen hat die Bundesregierung hierzu einen wesentlichen Schritt getan. Die Umsetzung im Integrierten Energie- und Klimaprogramm hat die Klimaschutzmaßnahmen weiter konkretisiert.
Mit Analysen energiestatistischer Daten sowie mit Szenarien oder Prognosemodellen können wir die Wirkung technischer Maßnahmen und energiepolitischer Instrumente einschätzen und quantifizieren. Dieses Wissen nutzen wir, um Vorschläge für eine wirksame Energie- und Klimapolitik zu entwickeln. Wir arbeiten daran, Politikansätze kontinuierlich weiter zu entwickeln und in die europäischen und internationalen Entscheidungsprozesse einzubringen.
Datenerhebungen und Studien im Auftrag des Umweltbundesamtes liefern wichtige Grundlagendaten für die Energiepolitik.
Das Umweltbundesamt sammelt in seiner Datenbank Kraftwerke
in Deutschland PDF / 662 KB Informationen zu allen Kraftwerksstandorten
der öffentlichen Stromversorgung, Industriekraftwerken und
Bahnkraftwerken ab einer elektrischen Bruttoleistung von 100 MW pro Block bzw.
Kraftwerk. Eine
Übersicht über die Standorte der Kraftwerke und das deutsche
Höchstspannungsnetz bietet die Karte
„Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland” PDF / 1,82 MB . In der Karte
„Kraftwerke und Windleistung in Deutschland” PDF / 2,90 MB ist zusätzlich
zu den Kraftwerksstandorten auch die Megawatt-Leistung aller Windanlagen je Bundesland
zu sehen. Die Karte
„Strommix in Deutschland” PDF / 1,68 MB stellt für die einzelnen
Bundesländer den Anteil der Energieträger (also z.B. Braunkohle, Erdgas,
Windkraft) an der Nettostromerzeugung dar.
Das Umweltbundesamt weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Karten sowie die Datenbank dem Urheberrecht unterliegen und nur zur nichtkommerziellen Nutzung verwendet werden dürfen.
Karte „Kraftwerke und Verbundnetze in Deutschland” PDF / 1,82 MB |
Karte „Kraftwerke und Windleistung in Deutschland” PDF / 2,90 MB |
Die Grafiken
„Energiebedingte Emissionen 1990 –
2009” (PDF / 557 KB) zeigen die Entwicklung der energiebedingten
Emissionen für Treibhausgase und ausgewählte Luftschadstoffe von 1990-2009. Sie
sind nach Sektoren (z.B. Verkehr, Industrie, Haushalte) aufgeschlüsselt und
mittels Grafiken und Tabellen anschaulich dargestellt. Grundlage sind die nationalen
Trendtabellen des Deutschen Emissionsinventars.
Die Grafiken „Entwicklung der spezifischen Kohlendioxid-Emissionen des deutschen Strommix 1990-2009 und erste Schätzung 2010 (PDF / 132 KB) zeigen: Durch mehr regenerativ erzeugten Strom und die Auswirkungen der Wirtschaftskrise sind die spezifischen CO2-Emissionen für die Erzeugung einer Kilowattstunde Strom im Jahr 2009 auf 565 g CO2 gesunken. Das sind 5 g/kWh weniger als im deutschen Strommix 2008 und 40 g/kWh weniger als 2007. Die Hochrechnung für 2010 mit 563 g CO2/kWh geht davon aus, dass trotz ansteigenden Stromverbrauchs und höheren Emissionen nach Überwindung der Krise der zunehmende Anteil erneuerbarer Energien positiv wirkt.
Wie viel besser sind Kühlschränke oder Waschmaschinen im Energieverbrauch geworden? Wie hat sich der Heizenergiebedarf pro Wohneinheit entwickelt? Antwort gibt der Bericht „Energieeffizienz in Zahlen“. Kennwerte für Energieverbräuche (XLS / 1,65 MB) verschiedener Branchen wurden ausgerechnet. Der Bericht zeigt: Deutschland hat in den letzten Jahren große Fortschritte bei der Energieeffizienz gemacht.
Die Studie Bestimmung spezifischer Treibhausgas-Emissionsfaktoren für Fernwärme untersucht, mit welchen spezifischen Emissionen an Treibhausgasen die Bereitstellung von Fernwärme in Deutschland in den Jahren 2000 bis 2005 verbunden war. Die hohe Gesamteffizienz des Kraft-Wärme-Kopplungs-Prozesses sorgt für niedrige Treibhausgasemissionen bei der Erzeugung von Fernwärme und Strom.
Eine Studie testete den Indikator Kumulierter Energieverbrauch (KEV) an 9 Beispielen (z.B. Vergleich verschiedener Hausmüll-Sammelsysteme) auf seine Anwendbarkeit. Der KEV fasst alle Primärenergien zusammen, die für die Herstellung und Nutzung der Produkte oder Dienstleistungen energetisch genutzt ("verbraucht") werden. Die Studie zeigte, dass der KEV ein praktikabler Bewertungs- und Entscheidungsindikator für einen „Grobcheck” ist.
Die Politik braucht möglichst sichere Prognosen darüber, welche Wirkungen eine geplante Maßnahme haben kann, um sinnvolle energiepolitische Maßnahmen zu ergreifen. Umgekehrt können wir untersuchen, welche Maßnahmen ergriffen werden sollten, um ein geplantes politisches Ziel zu erreichen.
Die Bundesregierung hat die Energiewende beschlossen. Schrittweise wird bis Ende 2022 vollständig auf die Stromerzeugung aus deutschen Kernkraftwerken verzichtet. Das Energiekonzept der Bundesregierung sieht vor, den bereits begonnen Umbau der Energieversorgung zu beschleunigen. Unter den Aspekten des Klimaschutzes und der Gewährleistung der Versorgungssicherheit sollen insbesondere der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz vorangetrieben werden.
Diese UBA-Studie zeigt, dass eine Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien im Jahr 2050 realistisch ist. Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich. Das untersuchte Szenario "Regionenverbund" belegt: Deutschland kann die Importabhängigkeit von Primärenergie deutlich reduzieren. Die Studie zeigt auch, wie die Stromversorgung umgestaltet, Netze und Speichersysteme ausgebaut und Stromeinsparmöglichkeiten ausgeschöpft werden können.
Das Umweltbundesamt stellt in dieser Veröffentlichung seine Konzeption für eine langfristige Klimaschutzpolitik vor, die sich an den beobachteten und zu erwartenden Klimaänderungen orientiert. Die Veröffentlichung zeigt die Auswirkungen der Klimaänderungen global und in Deutschland auf und benennt Anpassungsempfehlungen. Sie beschreibt zum Beispiel für die Bereiche Verkehr, Energieversorgung und Energienutzung die Maßnahmen und Instrumente zur Treibhausgasminderung, die notwendig sind, um eine gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern.
Bis 2020 will die Bundesregierung die CO2-Emissionen um bis zu 40 % gegenüber 1990 senken. Damit dies gelingt, ist die Implementierung rechtlicher Instrumente, die zu einer effizienteren Energienutzung führen, notwendig. Welche das sein könnten und wie sie ausgestaltet werden müssten, untersuchten Energierechtler der Universität Lüneburg im Auftrag des Umweltbundesamtes in der Studie Rechtliche Konzepte für eine effizientere Energienutzung (Stand 01/2008).
Die Studie „Politikszenarien V – auf dem Weg zum Strukturwandel; Treibhausgas-Emissionsszenarien bis zum Jahr 2030” kommt zu dem Ergebnis, dass Deutschland 43 % seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 einsparen kann. Bis 2030 kann sogar fast 60% Minderung erreicht werden. Zugpferd wäre vor allem der Stromsektor, in dem zwischen 2005 und 2030 eine Einsparung von ca. 250 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden kann.
Die Studie Energiepreise und Klimaschutz - Wirkung hoher Energieträgerpreise auf die CO2-Emissionsminderung bis 2030 stellt die Auswirkungen von Veränderungen des Ölpreises auf Szenarien des Klimaschutzes bis zum Jahr 2030 dar. Die Ergebnisse der drei verschiedenen Szenarien (Referenz-, Hochpreis- und Preisschockszenario) zeigen, dass Klimaschutz auch in Zeiten hoher Energiepreise zumindest für den Bereich Stromerzeugung kein Selbstläufer ist.
Mehr erneuerbare Energien, Energieeffizienz und energiesparendes Verhalten jedes Einzelnen sind der Schlüssel zur Senkung des energiebedingten CO2-Ausstoßes. Eine im Auftrag des UBA erstellte Studie zeigt globale Potenziale und Kosten auf. Bei der Analyse globaler Energieszenarien kommt sie zu dem Schluss, dass es unklar bleibt, warum die Potenziale in diesen nicht weiter ausgeschöpft werden.
Studien im Auftrag des Umweltbundesamtes untersuchen bereits ergriffene energiepolitische Maßnahmen auf ihre Auswirkungen hin.
Was sind die gesamtwirtschaftlichen Wirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen? Wieviele Arbeitsplätze entstehen durch Energieeffizienzmaßnahmen?
Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz nützen nicht nur dem Klima, sondern auch der Beschäftigung. Investitionen in Energieeffizienz und Emissionsminderungen stärken langfristig den Wirtschaftstandort Deutschland. Sie könnten bis 2020 rund 630.000 neue Arbeitsplätze schaffen - so die Studie Gesamtwirtschaftliche Wirkungen von Energieeffizienzmaßnahmen in den Bereichen Gebäude, Unternehmen und Verkehr. Kurz- bis mittelfristig bringt der Investitionsimpuls, der durch die Maßnahmen der Meseberg-Szenarien ausgelöst wird, einen Wachstumsschub. Langfristig wirkt sich die durch die Maßnahmen kumulierte Senkung der Energieausgaben stärker aus, insbesondere für die Sicherung bzw. das Wachstum der Beschäftigung.
Im August 2007 hat das Bundeskabinett auf seiner Klausursitzung in Meseberg Eckpunkte für ein detailliertes Energie- und Klimaprogramm (IEKP) beschlossen. Konkret wurden bereits 14 Gesetze und Verordnungen auf Basis des Programms eingeleitet. Das Programm ist ein wichtiger Baustein, um das angestrebte Ziel Deutschlands zu erreichen, die Treibhausgasemissionen bis 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Das IEKP enthält 29 konkrete Einzelmaßnahmen, die nach und nach in Gesetze, Verordnungen oder Förderprogramme umgesetzt werden.
Die Studie Wirtschaftliche Bewertung von Maßnahmen des integrierten Energie- und Klimaprogramms (IEKP) hat die wichtigsten Maßnahmen des Paketes im Hinblick auf ihre ökologischen und ökonomischen Wirkungen analysiert. Wie viel Geld müssen Gebäudebesitzer, Verbraucher oder die Industrie aufgrund der neuen gesetzlichen Bestimmungen in die Hand nehmen? Und welche Kosteneinsparungen - etwa durch geringere Energiekosten in der Produktion oder beim Beheizen der eigenen Wohnung - stehen diesen Investitionen gegenüber? Das Ergebnis der Studie: Klimaschutz in Deutschland ist eine lohnende Investition, denn die notwendigen Investitionen sind geringer als die dadurch ausgelösten Energieeinsparungen.
Um das Ziel zu erreichen, bis 2020 40 Prozent weniger Klimagase auszustoßen als 1990, muss vor allem mehr Energie gespart werden, ergab der Statusbericht zur Umsetzung des Integrierten Energie- und Klimaschutzprogramms der Bundesregierung. Die größten Defizite bei der IEKP-Umsetzung gibt es laut UBA-Studie beim Stromsparen: Dort ließen sich rund 25 bis 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen. Aber auch Gebäude und Fahrzeuge müssen laut UBA effizienter werden. Beim Einsatz erneuerbarer Energien für die Strom- und Wärmeerzeugung stehen die Chancen gut, mit bereits implementierten Gesetzesänderungen das IEKP-Ziel von rund 69 Millionen Tonnen Kohlendioxid weniger in 2020 als 2006 zu erreichen. Dennoch empfiehlt das UBA, das Stromnetz zukunftsfähig aus- und umbauen, damit sich die wachsenden Anteile des Stroms aus Wind, Sonne und Co. besser integrieren lassen.
Gesetzliche Regelungen zur Förderung der Stromerzeugung aus Biomasse sind seit Jahren in Kraft, doch wirken sie wie erwartet? Wo liegen Verbesserungsmöglichkeiten? Die Studie Monitoring zur Wirkung der Biomasseverordnung im Auftrag des UBA belegt, dass die Biomasseverordnung positiv wirkt. Die Studie zeigt, welche Umwelteffekte von Anlagen zur Stromerzeugung aus Biomasse, also aus Bioabfällen, Altholz und tierischen Produkten, ausgehen.