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Letzte Änderung: 30.08.2010
In der gesundheitsbezogenen Umweltbeobachtung wird die Belastung der Bevölkerung mit Schadstoffen ermittelt, beschrieben und in Beziehung gesetzt zu gesundheitlichen Beeinträchtigungen.
Die gesundheitsbezogene Umweltbeobachtung dient
Das Umweltbundesamt erhebt gesundheitsbezogene Umweltbeobachtungsdaten derzeit mittels zweier Ansätze: Mit den bundesweiten repräsentativen Umwelt-Survey wird die Belastungssituation der Bevölkerung in Deutschland erfasst und bewertet. Für den Kinder-Umwelt-Survey (KUS) untersuchte das Umweltbundesamt von 2003 bis 2006 1.790 Kinder hinsichtlich ihrer Umweltbelastungen. Die Daten der 3- bis 14-Jährigen werten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler derzeit aus, erste Ergebnisse präsentierten sie der Öffentlichkeit am 25. September 2006 im Rahmen des KiGGS-Symposiums. Der KUS liefert erstmals repräsentative Daten über die potenzielle Risikogruppe Kinder, welche für die Ableitung und Begründung von Umweltstandards dienen können.
Human-Biomonitoring (HBM) spielt für die Beurteilung der Schadstoffbelastung der Bevölkerung und für Bewertungsfragen in der Umweltmedizin eine wesentliche Rolle. Dieses Werkzeug ermöglicht die Einschätzung der individuellen Schadstoffbelastung. Dazu werden menschliche Körperflüssigkeiten wie Blut und Urin untersucht. So wird zum Beispiel analysiert, wie viel Blei bei Einzelpersonen oder Bevölkerungsgruppen im Blut vorhanden ist. Um eine Vergleichbarkeit der bevölkerungsbezogenen Daten auf europäischer Ebene zu ermöglichen, gibt es seit einigen Jahren Bestrebungen das Human-Biomonitoring in Europa zu harmonisieren, d.h. abgestimmte wissenschaftliche Methoden zu verwenden und damit vergleichbare Ergebnisse zur Schadstoffbelastung zu erheben.