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Letzte Änderung: 08.05.2013
Bettwanzen breiten sich weltweit massiv aus. Durch Reise – und Warenverkehr sind sie inzwischen auch wieder in Deutschland eingetroffen. Nicht nur in Hotels oder Wohnheimen sind sie zu finden, sondern auch in Wohnungen. Die bräunlichen, ein bis acht Millimeter großen Insekten saugen nachts Blut und hinterlassen sehr unangenehme Stiche. Tagsüber verstecken sie sich in Betten, Nachtschränken, Bilderrahmen oder hinter der Tapete, wo dann der Kot der Tiere zu finden ist. Passen Sie deshalb auf, dass Sie die Bettwanzen nicht in Ihrem Urlaubsgepäck mit nach Hause nehmen. Sollten Spuren zu finden sein, muss unbedingt der Schädlingsbekämpfer gerufen werden.
Wie wirken Antibiotika in der Umwelt und welche Folgen hat der Einsatz von per- und polychlorierten Chemikalien in atmungsaktiver, wasserabweisender Freizeitkleidung? Auskunft hierzu gibt der Schwerpunkt „Chemikalien, Umwelt und Gesundheit“ in der neuen Ausgabe der Zeitschrift UMID. Außerdem stellt sie ein Forschungsvorhaben zu Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum vor und berichtet über Kenntnisstand und offene Fragen zu gesundheitlichen Risiken durch niederfrequente Felder der Stromversorgung.
Industrie und Kraftwerke emittieren das giftige Quecksilber. Es verteilt sich weltweit und reichert sich über Flüsse und Meere in Fischen an. Mit den Karten des UBA können Sie ermitteln, ob sich ein Betrieb in Ihrer Nähe befindet, der mehr als zehn Kilogramm Quecksilber pro Jahr emittiert. Durch Industrie und Energieverbrauch steigt die Quecksilberkonzentration immer noch an. Deshalb hat die UNEP die Minamata Konvention gegen Quecksilberverschmutzung verhandelt. Das meiste Quecksilber nehmen wir aber nicht über die Luft, sondern beim Fischessen auf. Da in Deutschland relativ wenig Fisch gegessen wird, liegt die Quecksilberbelastung von Müttern und Kindern im europäischen Vergleich unter dem Durchschnitt.
Die Deutschen essen relativ wenig Fisch. Deshalb liegt die Quecksilberbelastung von Müttern und Kindern unter dem europäischen Durchschnitt. Bei den untersuchten Weichmachern (Phthalaten) waren jedoch 1,7 Prozent der in Deutschland untersuchten Kinder mit einer Menge belastet, die über der toxikologischen Toleranzgrenze liegt. Das mag zwar nach wenigen Kindern klingen, ist aber aus gesundheitlicher Sicht nicht akzeptabel. Es sind auch mehr Kinder als im europäischen Durchschnitt. Das ergab DEMOCOPHES, eine erstmalig europaweite Human-Biomonitoring-Vergleichsstudie.
Gibt es heute mehr Chemikalien in der Umwelt als früher? Das kann die Umweltprobenbank beantworten, denn seit den 80er Jahren archiviert sie menschliches Blut, Fischfilets und andere Proben bei extrem tiefen Temperaturen. Anhand der Proben vergleichen Fachleute die Chemikalienbelastung von früher und heute, um gefährlichen Chemikalien auf die Spur zu kommen. Einblicke in diese Detektivarbeit bietet die neue Broschüre des UBA.
Kaum ein Lebensmittel in den Supermärkten hat keinen Kontakt zu Plastik. Ob eingeschweißt oder im Plastikschälchen verpackt: Aus diesen Verpackungen können Weichmacher in die Lebensmittel gelangen. Dabei stehen Weichmacher im Verdacht, die Fortpflanzungsfähigkeit zu beeinträchtigen und Diabetes, Asthma oder Atemwegserkrankungen zu fördern. Obwohl die Verwendung gesundheitlich bedenklicher Weichmacher in Verpackungsmaterialien stark eingeschränkt wurde, werden sie noch immer zu einem erheblichen Anteil von der Bevölkerung über Lebensmittel aufgenommen. Sind wir chancenlos, Weichmacher zu vermeiden? Nein, denn es gibt Kunststoffe ohne Weichmacher. Achten Sie beim Einkauf auf das PE (Polyethylen)-Zeichen. Dann sind Sie auf der sicheren Seite. Alternativ lassen sich viele Lebensmittel auch lose einkaufen.
Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) bestätigt: Diesel-Abgase sind sicher krebserregend. Das Risiko ist vergleichbar mit dem von Passivrauchen. Das UBA hatte bereits 1997 die krebserregende Wirkung von Dieselrußpartikeln auf den Menschen untersucht. In Deutschland sind derzeit mehr als 15 Millionen Diesel-Fahrzeuge zugelassen. Sie emittieren pro Jahr mehrere Tausend Tonnen Rußpartikel. Partikelfilter mindern diese gesundheitsschädlichen Emissionen.
DEHP ist der weltweit wichtigste Weichmacher. Das Problem: Der Stoff kann die Fortpflanzungsorgane schädigen und dadurch die Fortpflanzungsfähigkeit und die Entwicklung des Kindes im Mutterleib beeinträchtigen. Eine UBA-Studie untersuchte, wie und in welchen Mengen er in den menschlichen Körpern gelangt. Übertragen wird der Weichmacher vor allem durch Lebensmittel. Insgesamt gesehen ist die Aufnahmemenge bei fast allen Menschen aber gering. Es besteht in der Regel kein Gesundheitsrisiko. Kleinkinder können mehr belastet sein, da sie DEHP auch über den Hausstaub und über Gegenstände aufnehmen, die sie in den Mund stecken. Auch hier bleibt es bei kleinen Mengen. Für einige Menschen kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass die gesundheitlich tolerierbaren Aufnahmemengen überschritten werden. In Spielzeug oder Kosmetika darf DEHP daher nicht mehr eingesetzt werden.
Das Flammschutzmittel HBCD darf zukünftig weltweit weder hergestellt noch angewandt werden. Das beschloss eine UN-Chemikalienkonferenz. Der Stoff ist sehr toxisch mit lang anhaltendem Effekt für aquatische Lebewesen, akkumuliert sich in Organismen und kann in weit entfernten Regionen gefunden werden. HBCD fällt jetzt unter das Stockholmer Übereinkommen über Persistente Organische Schadstoffe. Über die konkrete Umsetzung des Verbotes wird das UBA weiter berichten.
Umweltbelastungen und -ressourcen sind sozial und räumlich ungleich verteilt. Was können Kommunen tun, um die Umwelt- und Lebensverhältnisse der Bewohnerinnen und Bewohner in besonders belasteten Stadtvierteln zu verbessern? Dieser Frage widmete sich die Fachtagung "Potenziale für mehr Umweltgerechtigkeit im städtischen Raum: Umwelt, Gesundheit und Soziales vernetzen und gemeinsam handeln" des Difu und des UBA im November 2012. Die Dokumentation zur Tagung kann nun online abgerufen werden.
Welche und wie viele Schadstoffe die Betriebe in Ihrer Umgebung emittieren und welche Stoffe noch nach der Kläranlage in den Abwässern enthalten sind, zeigt ab sofort die neue UBA-Website www.thru.de. Die Daten stammen aus dem komplizierten PRTR, das knapp 5.000 Betrieben, die ihre Emissionen offen legen müssen, auf die Finger geschaut hat. Thru.de wartet mit einer optimierten Karte sowie stark erweiterte Recherchefunktionen und Hintergrundinformationen auf.
Mineralölspuren in Lebensmitten haben viele Quellen und gelangen auch durch mineralölhaltige Druckfarben von der bunten Verpackung in Reis, Nudeln oder Weihnachtschokolade. Jochen Flasbarth, Präsident des UBA , appelliert an die Verpackungshersteller und Zeitungsdrucker, auf mineralölfreie Druckfarben umzusteigen. Das UBA druckt seine Broschüren und Flyer im Bogenoffset-Heatset-Verfahren bereits mineralölfrei – ohne Qualitätsverlust.
…ab dem 1. November noch besser vor Krankheitserregern und Schadstoffen im Trinkwasser. Besonders wichtig für gutes Trinkwasser sind „die letzten Meter“: In falsch konstruierten und betriebenen Installationen in Gebäuden können sich gesundheitsschädliche Mikroorganismen, insbesondere Legionellen vermehren. Ungeeignete Installationswerkststoffe können unerwünschte, in seltenen Fällen sogar ungesunde Stoffe an das Trinkwasser abgeben. Dazugelernt und mit einem Grenzwert reagiert hat der Gesetzgeber auch bei Uran. Nicht wegen der Radioaktivität, sondern als giftiges, mancherorts natürlicherweise vorkommendes Schwermetall.
Wem eine Energiesparlampe zerbricht, sollte sofort und gründlich für 15 Minuten lüften – und danach die Scherben fachgerecht entsorgen. Dann besteht keinerlei Gefahr für die Gesundheit. Das ergaben unsere neuen Tests. Der klassischen Glühbirne mit mehr als 40 Watt kann ab 1. September 2011 also wie von der EU geplant, der Saft abgedreht werden.