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Letzte Änderung: 23.04.2012
Längere Trockenperioden, stärkere Regenfälle und zerstörerische Stürme sprechen nach Ansicht der meisten Klimaforscher eine klare Sprache: Der Klimawandel findet bereits statt – und das auch in Deutschland. Das Umweltbundesamt beschäftigt sich mit der Frage, wie spürbar der Klimawandel in Deutschland bereits ist und welche Folgen dieser mit sich bringen wird.
Der Blick für bestehende und künftige Risiken der regionalen Klimaentwicklung ist zu schärfen. Wir müssen nicht nur versuchen, das Ausmaß des Klimawandels wirkungsvoll zu begrenzen. Wir müssen uns auch schneller als bisher dem Klimawandel anpassen – etwa im Deichbau und dem Hochwasserschutz –, um zukünftige volkswirtschaftliche Schäden so gering wie möglich zu halten.
Der Klimawandel ist bereits spürbar – auch in Deutschland. Wie wirkt aber ein verändertes Klima auf Mensch und Umwelt? Und was können wir tun, um uns darauf einzustellen? Das UBA stellt in Themenblättern das Wissen zu Risiken des Klimawandels zusammen und zeigt mögliche Maßnahmen zur Anpassung auf.
Der kostenlose Klimalotse ist der erste Leitfaden, der bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt. In fünf Schritten können Risiken und Chancen des Klimawandels erkannt und möglichen Maßnahmen entwickelt werden. Der Lotse richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen.
Welche Folgen hat der Klimawandel für Küstenschutz, Energieversorgung oder Verkehrsinfrastruktur in Deutschland? Das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung im UBA (KomPass) hat 2009 und 2010 in mehreren Fachdialogen mit Verbänden, Unternehmen, Verwaltung und Wissenschaft diskutiert. Dabei wurden mögliche Maßnahmen unter die Lupe genommen und Ansätze für sektorale Anpassungsstrategien entwickelt. Das UBA wird die Dialogreihe fortsetzen.

Die Forschung des UBA zu Risiken des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen – derzeit fördert das UBA noch ca. 30 Projekte - trug wesentlich zur Ausgestaltung der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) und des Aktionsplanes Anpassung (Veröffentlichung April 2011) bei. Die Statuskonferenz soll einen Einblick in die Vielfalt der Forschung vermitteln und die laufenden Arbeitsprozesse zwischen BMU und UBA bei der Politikgestaltung zur Anpassung an den Klimawandel offenlegen.
Die
Modellrechungen und Szenarien der Klimaforscher fügen sich allmählich
zu einem Bild zusammen: Das Klima in Deutschland wird sich bis zum Jahr
2100 spürbar ändern. Am 17. Oktober stertet das Kompetenzzentrum Klimafolgen und Anpassung
im UBA (KomPass). KomPass wird das Fachwissen zu Klimafolgen und Anpassung
vernetzen und an Entscheidungsträger sowie die Öffentlichkeit
vermitteln. „Wir müssen wissen, was uns erwartet. Nur dann können
wir uns optimal und zu vertretbaren Kosten an den Klimawandel anpassen”,
so der ehemalige UBA-Präsident Troge.
Das Klima wandelt sich und Deutschland muss sich anpassen. Bei den Strategien und Maßnahmen dafür sind immer auch mögliche Synergieeffekte und Konflikte zu anderen Strategien und Maßnahmen zu betrachten. Beispielsweise kann die Kühlung von Innenräumen mit Klimaanlagen dem Ziel entgegenstehen, Energie einzusparen und den CO2-Ausstoß zu verringern. Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, wie solche Synergie- und Konfliktpotenziale abgeschätzt werden können.
Der globale Klimawandel ist längst auch in Deutschland real. Wie das Umwelt- und Planungsrecht darauf reagieren muss, beantwortet eine neue UBA-Studie. Sie zeigt: Einige Rechtsgebiete, wie das Gewässerschutzrecht, sind schon auf einem guten Weg. Andere, wie das Raum- und Fachplanungsrecht, müssen noch angepasst werden, damit bei der Zulassung von Infrastrukturprojekten die Folgen des Klimawandels, wie eine Zunahme von Extremwetterereignissen, stärker berücksichtigt werden.
Welche politischen Weichenstellungen sind jetzt wichtig für den nationalen und internationalen Klimaschutz? Und wie kann sich Deutschland besser an den Klimawandel anpassen? Antworten gibt das Umweltbundesamt in seiner gerade fertig gestellten Klimapolitik-Konzeption.
Das Bundeskabinett verabschiedete am 17. Dezember 2008 die „Deutsche Anpassungsstrategie an den Klimawandel”. Die Strategie fasst den aktuellen Kenntnisstand zu den zu erwartenden Klimaänderungen und den damit verbundenen möglichen Auswirkungen zusammen. Sie legt den Grundstein für einen mittelfristigen Prozess, in dem gemeinsam mit den Bundesländern und gesellschaftlichen Gruppen die Risiken des Klimawandels bewertet werden sollen. Die Strategie wurde vom Bundesumweltministerium gemeinsam mit dem Umweltbundesamt vorbereitet.
Das Klima wandelt sich – auch in Europa. Ein neuer Bericht der Europäischen Umweltagentur (EEA) zeigt deutliche Warnsignale für alle Lebens- und Wirtschaftsbereiche. 40 Indikatoren beschreiben, wie sich veränderte Niederschläge und Temperaturen auswirken könnten.
Wie wirkt der Klimawandel in Deutschland und auf welche Folgen müssen wir uns einstellen? Um diese Fragen zu beantworten, hat das Umweltbundesamt verschiedene regionale Klimaszenariendaten bis zum Ende des Jahrhunderts erstellen lassen. Dabei nutzt das Amt zwei Modellansätze: Einerseits das dynamische Regionalmodell REMO und andererseits das statistische Modell WETTREG. Der Bericht des Regionalmodells Wettreg wurde bereits im Jahr 2007 veröffentlicht. Nun liegt der Abschlussbericht des Modells REMO vor.