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Luft und Luftreinhaltung

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Letzte Änderung: 27.01.2012

Umweltzonen – Neuerungen 2012

Grüne Plakette; Quelle: stocky4you © www.fotolia.deSeit 1. Januar 2012 dürfen in Heidenheim und Urbach nur noch Fahrzeuge mit gelber und grüner Plakette einfahren (neue Umweltzonen). Die Umweltzone Pleidelsheim ging in Pleidelsheim-Ingersheim-Freiberg auf. Viele Städte in Baden-Württemberg und Bayern lassen die rote Plakette nicht mehr zu. In Frankfurt a.M., Osnabrück und Stuttgart ist nur noch die grüne zulässig, in München ist das ab 1. Oktober 2012 der Fall. Die neue Umweltzone Ruhrgebiet vereint neue mit bestehenden Umweltzonen (Bochum, Bottrop, Castrop-Rauxel, Dortmund, Duisburg, Essen, Gelsenkirchen, Gladbeck, Herne, Herten, Mülheim, Oberhausen und Recklinghausen). Auch in Hagen wurde zu Jahresbeginn eine Umweltzone errichtet.

Modellierung der NO2-Konzentrationen

3-D-Darstellung eines Stickstoffdioxidmoleküls; © Benjah-bmm27Für die Aufstellung von Luftreinhalteplänen ist es notwendig, Immissionsprognosen zur Verursacheranalyse sowie zur Beurteilung der Wirksamkeit von Maßnahmen durchzuführen. Um die Anwendbarkeit verschiedener Prognoseansätze zu prüfen, hat das UBA die Eignung solcher Modellketten zur Berechnung der NO2-Konzentrationen untersuchen lassen.

Stoffeinträge über die Luft gefährden Ökosysteme

Messgeräte ((wet-only)-Sammler) in der Außenanlage einer Messstelle des Umweltbundesamtes; © UBAStickstoffverbindungen aus Landwirtschaft, Industrie, Haushalt und Verkehr werden über die Luft transportiert und schädigen Land- und Wasserökosysteme. Im nun abgeschlossenen MAPESI-Vorhaben wurden die atmosphärischen Einträge von Stickstoff und Schwefel für die Jahre 2005 bis 2007 ermittelt. Auf 75 Prozent der Fläche liegen die Einträge noch immer über den Werten, die langfristig verträglich sind (Critical Loads). Prognosen zeigen, dass ohne zusätzliche Maßnahmen zur Emissionsminderung kritische Werte auch 2020 noch deutlich überschritten werden.

Beschleunigter Anstieg der Klimagase Schwefelhexafluorid und Stickstofftrifluorid in der Atmosphäre

Messraum für Klimagase an der GAW-Station ZugspitzeMenschliche Aktivitäten erhöhen in der Atmosphäre nicht nur den Gehalt der gut bekannten Treibhausgase Kohlendioxid (CO2), Methan (CH4) und Distickstoffoxid (N2O) sondern führen auch zur Freisetzung weiterer klimawirksamer Gase. Die an den Luftmessstationen des Umweltbundesamtes erfassten Daten zeigen seit einigen Jahren einen beschleunigten Anstieg von Schwefelhexafluorid (SF6) in der Atmosphäre, eine aktuelle Veröffentlichung belegt dies auch für Stickstofftrifluorid (NF3). Eine Tonne dieser Gase hat ein um mehr als das 10.000fache höheres Treibhauspotential als eine Tonne CO2.

Maßnahmen gegen Feinstaubbelastung in deutschen Städten

Verkehrsstau in der Stadt; Quelle: photoinsel © www.fotolia.deDie Feinstaubbelastung in deutschen Innenstädten ist weiterhin zu hoch. Der Grenzwert von 50 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft wird Jahr für Jahr an etlichen Messstationen an mehr als den zulässigen 35 Tagen pro Jahr überschritten. Um die Feinstaubbelastung wirksam zu senken, empfiehlt das UBA konkrete Maßnahmen – basierend auf umfassenden Erkenntnissen über Entstehung und Entwicklung.

 

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