Jahr der Luft 2013

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Logo Green Radio Gemeinsam mit detektor.fm bietet das UBA regelmäßig Radiobeiträge zu relevanten Umweltthemen an. Green Radio greift aktuelle Diskussionen auf, erläutert Hintergründe und politische Entscheidungen. So wird Umweltschutz hörbar. Jeden Freitag finden Sie hier Interviews, Reportagen oder Porträts. Bereits am Vortag läuft Green Radio im Nachmittagsprogramm von detektor.fm und ist auch dort jederzeit online abrufbar.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Hören!

 

Friss oder stirb – wie kranke Tiere sich selbst heilen

Fruchtfliege – Die kleinen Insekten schützen ihre Eier mit Alkohol vor Parasiten;  © Studiotouch – Fotolia.comMenschen sammeln seit Jahrtausenden Wissen über Heilkräuter. Manche Tiere anscheinend auch – denn immer wieder beobachten Forscher, wie kranke Tiere sich selbst heilen. Es gibt nur wenige belegte Beispiele, aber die sind verblüffend. Kranke Tiere suchen sich spezielle Nahrung oder halten ihren Lebensraum schon vorsorglich von Parasiten frei. Barbara Fruth, Primatenforscherin am Max-Planck-Institut für Evolutionäre Anthropologie in Leipzig, hat hierüber mit Green Radio gesprochen.

Radfahren: gesund, schützt das Klima und kurbelt die Wirtschaft an

Abgestellte Fahrräder © Luciap - www.fotolia.comWie häufig fahren die Deutschen mit dem Rad? Was müsste sich verkehrsplanerisch ändern, damit sie mehr Rad fahren? Und wie viel Kohlendioxid ließe sich so einsparen? Diese und andere Fragen beantworten zwei neue Studien des Umweltbundesamtes. Green Radio hat mit Gerd-Axel Ahrens, Professor für Verkehrs- und Infrastrukturplanung an der TU Dresden, und Kilian Frey vom UBA gesprochen.

Biodiversität: eine schwindende Ressource

Naturwiese, im Hintergrund Felder © Jean Kobben – Fotolia.comDie Artenvielfalt schrumpft dramatisch. Ständig sterben Tiere und Pflanzen aus. Dadurch gerät auf lange Sicht das gesamte Ökosystem aus dem Gleichgewicht – mit schwerwiegenden Folgen auch für uns Menschen. Green Radio spricht mit François Buscot, stellvertretender Direktor des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung in Leipzig, und Klaus Töpfer, Direktor des Institute of Advanced Sustainability Studies in Potsdam und früherer Umweltminister, über die schwindende Biodiversität.

Upcycling: Müll ist zu schade für die Tonne

Zweite Chance für Plastikflaschen: Filigrane Kunststoff-Rosen aus Abfall © ermess - Fotolia.comViele Sachen, die wir einfach so wegwerfen, sind eigentlich zu schade für den Müll. Mit ein wenig Fantasie kann man sie wieder in nützliche Dinge verwandeln. Aus Konserven-Deckeln lässt sich eine Magnetwand basteln, aus einem kaputten Fußball ein Lampenschirm. Seit zwei Jahren präsentieren die Gründerinnen der Website www.weupcycle.com täglich neue Ideen, wie jeder aus Müll sinnvolle Dinge herstellen kann. Woher die vielen Ideen stammen, erklärt Lisa Schultz im Interview.

Die „Marine Litter Conference“: Was tun gegen den Müll im Meer?

Eine Krabbe wohnt in den Überresten einer Plastikflasche © Bredemeier SabinaUnsere Meere verkommen zu riesigen Müllhalden. Wenn sich das ändern soll, müssen Regierungen, Organisationen, Reedereien und Industrievertreter aller Länder zusammenarbeiten. Internationale und regionale Lösungswege werden vom 10. bis 12. April auf der Marine Litter Conference diskutiert. Mit dabei ist auch Stefanie Werner vom Umweltbundesamt – sie spricht mit Green Radio über die Vermüllung der Ozeane.

Wie Flugreisen klimaneutral werden

Landendes Flugzeug © Ralf Beier - fotolia.comDie Deutschen sind eines der reisefreudigsten Völker. Doch Flugreisen beschleunigen den Klimawandel. Green Radio spricht mit Stefan Baumeister, Geschäftsführer von Myclimate Deutschland darüber, wie sich der CO2-Ausstoß einer Reise ausgleichen lässt. Welchen Stellenwert das Thema Klimaschutz für deutsche Touristen generell hat, weiß Bente Grimm, Projektleiterin am Institut für Tourismus und Bäderforschung in Nordeuropa.

Aquakultur: probates Mittel gegen Überfischung?

Verschiedene Speisefische liegen angerichtet auf einem Holzbrett © Monika Wisniewska – Fotolia.comDer globale Fischkonsum steigt. Während Fisch für uns Westeuropäer eher ein schmackhaftes Luxusgut ist, trägt er in ärmeren Ländern entscheidend zur Grundversorgung bei. Mittlerweile stammt der größere Teil der weltweiten Speisefisch-Produktion aus Aquakulturen. Über die Vor- und Nachteile klärt Ulfert Focken, Experte für Aquakultur und Fischernährung am Thünen-Institut für Fischereiökologie in Ahrensburg, auf.

Giftstoffe in Schnittblumen

Feld mit orangen und roten Tulpen © ccvision.deTulpen, Narzissen, Hyazinthen: Frühjahr ist Blumenzeit. Doch Umweltschützer warnen: Die schönen Blüten sind oft mit Pestiziden belastet. Gefährden Blumen die Gesundheit? Das fragte Green Radio Christiane Huxdorff, Chemie-Expertin bei Greenpeace.

Nachhaltigkeit: das Modewort ist 300 Jahre alt

Symbolbild für eine nachhaltige Welt: Weltkugel mit erneuerbaren Energien und grüner Technologie © guukaa – Fotolia.com„Nachhaltigkeit“ – das ist einerseits ein Modewort, mit dem Politiker gern um sich werfen. Doch es gibt den Begriff schon seit 300 Jahren. Green Radio spricht mit Joachim Hamberger vom Verein für Nachhaltigkeit über die Entstehung des Wortes und ein Buch von 1713, das neu aufgelegt wird.

Schlechte Luft: Viele deutsche Städte überschreiten die Grenzwerte

Autostau in der Stadt © photoinsel – www.fotolia.deIn vielen deutschen Städten herrscht dicke Luft – und zwar im wörtlichen Sinn: Im Jahr 2012 waren vielerorts deutlich mehr Stickoxide in der Luft als zulässig. 33 von 57 Regionen überschritten den Grenzwert. Was genau Stickoxide sind, woher sie kommen und was zur Verbesserung der Luft getan werden kann, erklärt Alfred Wiedensohler vom Leibniz-Institut für Troposphärenforschung auf Green Radio.

Wie der Verkehr in Schwellenländern nachhaltig wird

Vielbefahrene achtspurige Straße © pavel losevsky – Fotolia.comIn Schwellenländern wächst der Wohlstand – und mit ihm das Verkehrsaufkommen. Autos verstopfen die Straßen, sorgen für schlechte Luft und beschleunigen den Klimawandel. Deshalb suchen Expertinnen und Experten nach Wegen zu einem nachhaltigen Verkehr. Green Radio spricht mit Hedwig Verron vom Umweltbundesamt.

Wie neue Tier – und Pflanzenarten entdeckt werden

Spinne mit rotem Fleck; Andrewburgess © www.fotolia.comEinerseits sterben täglich viele Tier- und Pflanzenarten aus. Andererseits sind längst nicht alle entdeckt. Nicht nur in der Tiefsee, Asien oder in den Tropen werden neue Arten entdeckt. Ach auch in Deutschland warten noch Überraschungen. Aber vor dem Entdecken steht eine Menge Arbeit, denn einsammeln und beschreiben recht nicht aus. Zuerst werden die gesammelten Tiere im Labor vorsortiert, dann mit der Zoologischen Nomenklatur verglichen und zu guter Letzt mit vorhandenem Typenmaterial abgeglichen.  

Klimawandel – warum die Erderwärmung scheinbar Pause macht

Thermometer als Sinnbild für die globale Erwärmung © olly – Fotolia.comDas vergangene Jahrzehnt war das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen. Und doch ist die Temperatur im globalen Durchschnitt seit 1998 nicht mehr gestiegen – obwohl die Menschheit kontinuierlich mehr CO2 ausstößt. Warum macht der Klimawandel Pause? Darüber sprach Green Radio mit Jochem Marotzke, Direktor am Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg.

Verbot von Pestiziden: EU will Bienensterben stoppen

Biene auf einer Rapsblüte © Thomas Stüber – Fotolia.comBienen versorgen uns nicht nur mit leckerem Honig. Sie bestäuben auch etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen. Umso beunruhigender klingen Berichte über massenhaftes Bienensterben. Zu den Ursachen zählen bestimmte Pflanzenschutzmittel. Drei dieser Pestizide sollen nun EU-weit verboten werden – zumindest für Pflanzen, die auch Bienen anlocken. Green Radio spricht darüber mit Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes.

Geräte mit eingebautem Verfallsdatum: „Geplante Obsoleszenz“

Notizzettel mit der Aufschrift „Defekt“ © styleuneed - Fotolia.comDie Garantie ist gerade abgelaufen und das Gerät geht pünktlich kaputt. Ärgerlich? Mehr als das: Hersteller legen es immer öfter darauf an – und bauen den Geräten absichtlich eine Art Verfallsdatum ein. „Geplante Obsoleszenz“ nennt man das. Stefan Schridde, Initiator von „Murks? Nein danke!“, und Dr. Ines Oehme vom UBA  sprechen mit Green Radio darüber.

Brauchen Singvögel unser Futter?

Kohlmeise an einem Meisenknödel © axepe - Fotolia.comVogelfutter steht im Winter in jedem Supermarkt, gleich neben Streusalz und Schneeschaufeln. Die Deutschen füttern gern – doch tun sie den Vögeln damit wirklich einen Gefallen? Wolfgang Fiedler vom Max-Planck-Institut für Ornithologie dazu im Interview.

Überfischung: Wie groß ist das Problem wirklich?

Fischernetz liegt an Land, ein Fischerboot ist im Hintergrund zu sehen © Sinisa Botas – Fotolia.comIm Idealfall sollten nur so viele Fische gefangen werden, wie Nachwuchs heranwächst, ansonsten schrumpfen die Bestände. Doch diese Regel wird oft ignoriert. Mit der Folge, dass noch weniger Fischnachwuchs kommt: Ein Teufelskreis. Über die komplizierten Zusammenhänge zwischen Politik, Wirtschaft und Ökologie und über die Zukunft der Fischbestände hat Green Radio mit dem Biologen und Fischereiwissenschaftler Rainer Froese gesprochen. Er forscht am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung in Kiel.

Wie Computer und Internet grüner werden sollen

Laptop steht auf einer Waldlichtung © Yuri Arcurs – Fotolia.comOhne Computer und Internet geht nicht mehr viel im Alltag. Das weltweite Datenvolumen verdoppelt sich laut Schätzungen etwa alle zwei Jahre. Und Daten zu verbreiten oder zu speichern kostet immer mehr Strom. Im Jahr 2010 sind in Deutschland dafür nach Berechnungen des Fraunhofer IZM etwa zehn Prozent des gesamten Stromverbrauchs angefallen. Ingenieurinnen und Ingenieure bemühen sich unter dem Schlagwort „Green IT“ um sparsamere Technik. Green Radio sprach darüber mit Ralph Hintemann vom Borderstep Institut Berlin.

CO2 statt Öl: Das Klimagas als Rohstoff von morgen?

Rauchender Fabrik-Schornstein © Aaron Kohr – Fotolia.comWenn wir etwas nicht brauchen, dann CO2. In Unmengen blasen wir es in die Atmosphäre. Kann man das Gas nicht irgendwie sinnvoll nutzen - und damit auch den Treibhauseffekt stoppen? Hinter der Technologie CCU (Carbon Capture and Usage) steckt die Idee, CO2 wiederzuverwerten. Wie man es gewinnen könnte, welche Produkte daraus entstehen könnten und wie weit die Technologie ausgereift ist, erklärt André Bardow, Professor für Technische Thermodynamik an der RWTH Aachen.

Foodsharing: Essen teilen im Netz

Weggeworfene Paprika, Orangen, Zitronen und anderes Obst- und Gemüse © TheStockCube – Fotolia.comBislang gab es im Internet nur Filesharing, neuerdings gibt es auch Foodsharing. Seit ein paar Tagen teilen Nutzerinnen und Nutzer auf foodsharing.de ihre zu viel eingekauften Lebensmittel, die zum Wegwerfen zu schade sind. Wie das funktioniert, erklärt Sebastian Engbrocks, einer der Mitarbeiter von foodsharing.de. Nach einer Studie der Universität Stuttgart wirft jeder Bundesbürger im Schnitt pro Jahr mehr als 82 Kilogramm gutes Essen weg.

10 Jahre Einwegpfand: eine Bilanz

Seit 2003 pfandpflichtig: Einwegflaschen © Valery Sibrikov – Fotolia.comSeit Januar 2003 zahlen wir Pfand auf Einwegflaschen oder Getränkedosen. Das soll einerseits dafür sorgen, dass weniger leere Dosen in der Landschaft herumliegen. Es soll aber auch generell bewirken, dass mehr Menschen Mehrwegflaschen kaufen. Doch nach zehn Jahren „Dosenpfand“ sind Einwegverpackungen bei Getränken beliebter denn je. Deshalb plant Umweltminister Peter Altmaier eine bessere Kennzeichnung. Doch der generelle Trend hin zur Einwegverpackung hat andere Ursachen, glaubt Günter Birnbaum von der Gesellschaft für Konsumforschung.

UN-Klimakonferenz in Doha: ein vorläufiges Fazit

Viel Zeit bleibt nicht mehr: UN-Klimakonferenz in Doha  © Timur1970 – Fotolia.comBislang regelt das Kyoto-Protokoll die internationalen Klimaschutzziele. Doch das läuft Ende des Jahres aus. Es muss also eine Nachfolge-Regelung her. Wie stehen die Verhandlungen und welche Kompromisse könnten dabei herauskommen? Aus Doha berichtet Ann-Kathrin Schneider. Sie ist Klimaschutz-Expertin vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland und verfolgt die Konferenz vor Ort.

Gift in der Kleidung: Worauf Verbraucher achten sollten

Kleiderständer in einem Geschäft © Giovanni Cardinali – Fotolia.comWer sich einen Pullover kauft, findet auf dem eingenähten Etikett zwar Informationen über die verwendeten Textilien. Über die bei der Herstellung benutzten Chemikalien steht dort allerdings nichts. Dabei werden Kleidungsstücke gefärbt, gebleicht, imprägniert, bedruckt. Einige Färbemittel gelten als krebserregend, andere Stoffe sind fortpflanzungsschädlich. Rückständ davon lassen sich noch in der fertigen Kleidung nachweisen. Green Radio hat mit Christiane Huxdorff von Greenpeace darüber gesprochen.

EU-Emissionshandel: Ein wirkungsloses Instrument?

Emissionshandel Industrieanlage; © PNetzer - Fotolia.comDer Emissionshandel betrifft rund 11.000 Industriebetriebe und Kraftwerke. Wer klimafreundlich ist, kann seine überschüssigen Zertifikate an andere Betriebe verkaufen. Wer sein Kraftwerk vergrößert und mehr CO2 ausstößt, muss sich zusätzliche Zertifikate kaufen. Die Gesamtzahl der verfügbaren Zertifikate ist aber begrenzt – sie deckelt den EU-weiten CO2-Ausstoß. Weil die Wirtschaft statt zu wachsen jedoch geschrumpft ist, sind jetzt zu viele Zertifikate auf dem Markt. Deshalb will die Europäische Kommission eingreifen und für teurere CO2-Zertifikate sorgen.

Bio-Kunststoff aus dem Schlachthaus

Was im Schlachthaus übrig bleibt, lässt sich zu Plastik verarbeiten © contrastwerkstatt – Fotolia.comMehr als 260 Millionen Tonnen – so viel Kunststoff wird jedes Jahr weltweit ungefähr hergestellt. Der allergrößte Teil davon entsteht aus Erdöl. Einer Ressource, die langsam aber sicher zur Neige geht. Deshalb suchen Wissenschaftler nach anderen Möglichkeiten, Plastik zu produzieren. Eine Gruppe von Forschern der Technischen Universität Graz experimentiert dazu mit Stoffen, die ohnehin in großen Mengen anfallen: Abfälle aus Schlachthäusern. Martin Koller erklärt das Verfahren.

„Rebound-Effekt“: Wenn Energiesparen den Verbrauch erhöht

An-/Ausschalter an einem Elektrogerät © Stefan Redel – Fotolia.comHaushaltsgeräte verbrauchen heute zwar weniger Strom als noch vor dreißig Jahren. Dafür besitzen wir aber auch mehr Elektrogeräte als früher. Sind Geräte effizienter, tendieren wir außerdem dazu, sie häufiger oder länger zu benutzen. Dieses Phänomen nennt sich „Rebound-Effekt“. Wie groß dieser Effekt ist und was sich dagegen tun lässt, erklärt Reinhard Madlener. Er ist Professor für Energieökonomik an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule Aachen.

Umweltpolitik: (K)ein Thema im US-Wahlkampf?

US-Flagge © awenart - Fotolia.comAm 6. November wählen die US-Bürger einen neuen Präsidenten. Vor vier Jahren haben die Menschen große Hoffnungen in Obama gesetzt. Sie haben sich von ihm eine gerechtere Politik versprochen, nicht zuletzt auch eine grünere. Doch in Sachen Umweltpolitik ist längst nicht erreicht, was Umweltschützer und Umweltschützerinnen sich erhofft hatten. Welche Rolle spielt Umweltpolitik noch in den USA, welche Positionen vertreten die Parteien? Darüber spricht Green Radio mit Arne Jungjohann. Er bloggt zur US-Umweltpolitik und leitet das Umweltprogramm der Heinrich-Böll-Stiftung in Washington.

Bioplastik ist gut fürs Gewissen – und für die Umwelt?

Bio-Plastiktüte © Lai Peng – Fotolia.comPlastiktüten kann die Natur nicht abbauen, sie belasten das Ökosystem auf Jahre. Bio-Plastiktüten scheinen da ein guter Kompromiss zu sein. Aber schonen sie auch die Umwelt? Eine aktuelle Studie im Auftrag des Umweltbundesamtes lässt hieran Zweifel aufkommen: Kunststoffe aus nachwachsenden Rohstoffen haben gegenüber Plastikverpackungen keinen ökologischen Vorteil. CO2 -Ausstoß und Erdölverbauch fallen zwar geringer aus. Aber der Anbau und die Verarbeitung von Pflanzen für diese Bio-Verpackungen belasten Böden und Gewässer stärker. Andreas Detzel ist Biologe am Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg und einer der Autoren der Studie. Hören Sie ihn im Green-Radio-Interview.

Bioenergie: Eine überschätzte Ressource?

Maiskolben in einem Maisfeld © Rebel – Fotolia.comDie Bundesregierung möchte den Anteil der Bioenergie am Gesamtverbrauch erheblich ausbauen: von heute etwa acht Prozent auf rund ein Viertel im Jahr 2050. Eine Empfehlung der Nationalen Akademie der Wissenschaften Leopoldina hält das für unrealistisch: Die Wissenschaftler wollen den Bioenergie-Anteil sogar auf etwa 5 Prozent senken. Green Radio hat mit dem Koordinator der Leopoldina-Studie, Bernhard Schink, aber auch mit dem Geschäftsführer des Bundesverbands Bioenergie, Bernd Geisen, gesprochen.

Energiewende im Kleinen: Kommunen auf dem Weg zur Selbstversorgung

Erneuerbare Energien in Deutschland © visdia – Fotolia.comManche Kommunen, Dörfer oder Städte kommen schon heute weitgehend mit erneuerbaren Energien aus. Andere Regionen eifern ihnen nach. Wie Kommunen CO2-frei werden, welche Städte auf diesem Weg am weitesten sind und warum kleinere Städte hier einen Vorteil haben: Benjamin Dannemann von der Agentur für Erneuerbare Energien informiert.

Elektroautos: Auf halber Strecke stehengeblieben?

Elektroauto wird aufgeladen © Andrea Lehmkuhl – Fotolia.comSeit Jahren preist die Politik die Vorzüge von Elektroautos: Sie sollen uns klimafreundlich von A nach B bringen. Nebenbei sollen sie irgendwann auch noch als Stromspeicher dienen – sie sind also ein wichtiger Baustein der Energiewende. Deswegen hat die Regierung ein Ziel ausgegeben: Bis 2020 sollen mindestens eine Millionen Elektroautos geräuschlos durchs Land fahren. Green Radio fragt, wo wir stehen.

Lebenselixier Wasser: Zwischen Mangel und Verschwendung

Wasserhan mit fließendem Wasser Quelle: Eisenhans © www.fotolia.deJeden Tag verbrauchen wir pro Kopf 122 Liter Wasser in Deutschland. Dazu müssen wir nur den Hahn aufdrehen. Anderswo auf der Welt aber ist Wasser ein extrem knappes Gut. So leiden 2,7 Milliarden Menschen für mindestens einen Monat im Jahr unter Wassermangel. Green Radio spricht mit WWF-Experte Philipp Wagnitz und Jörg Rechenberg vom UBA über den Wasserfußabdruck von Produkten und den sparsamen Umgang mit dem kühlen Nass.

Ozeane als CO2-Speicher: Bremsen sie den Klimawandel?

Meer © Daniel Muller – Fotolia.comDie CO2-Emissionen steigen seit Jahrzehnten. Das Klima erwärmt sich. Deshalb klingt es nach einer frohen Botschaft, was Wissenschaftler der University of Colorado in Boulder jetzt herausgefunden haben wollen: Die Erde absorbiert heute viel mehr CO2 als noch vor 50 Jahren. Vor allem die Ozeane speichern das Treibhausgas.
Ist also alles gar nicht so schlimm? Martin Heimann, Direktor am Max-Planck-Institut für Biogeochemie in Jena, klärt auf.

Energie aus Toilettenabwasser und Biomüll

Biomüll-Tonne © Petra Beerhalter - Fotolia.comSonne, Wind und Wasser – erneuerbare Energiequellen, die uns wohl bekannt sind. Forscher in Hamburg wollen jetzt Strom und Wärme auch aus Toilettenabwasser gewinnen. Dazu statten sie ein Neubaugebiet mit Vakuumtoiletten aus, ähnlich wie im Flugzeug oder in der Bahn. Ebenso geeignet: der Biomüll der Anwohner, aus dem sich Biogas gewinnen lässt. Ina Körner vom Institut für Abwasserwirtschaft und Gewässerschutz der Technischen Universität Harburg erklärt, wie das geht.

Nachhaltiges Bauen

Ökologisches Dienstgebäude des UBA in Dessau-Roßlau © BusseDamit die Energiewende in Deutschland gelingt, muss sich auch bei den Gebäuden einiges ändern. Denn sie verursachen hierzulande rund 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs. Die gute Nachricht ist: Es gibt heute sehr viele Möglichkeiten, nachhaltig und energiesparend zu bauen. Welche das sind, erklärt Alexander Rudolphi von der Gesellschaft für Ökologische Bautechnik in Berlin.

Culinary Misfits – Gebt krummen Möhren eine Chance

Obst und Gemüse im Supermarkt © Eric Isselée – Fotolia.comDas Auge isst mit – und das Auge des Gemüse-Einkäufers mag nur schöne, gerade gewachsene Möhren, Gurken und Kartoffeln. Krummes oder ungewöhnlich aussehendes Gemüse bleibt daher gleich auf dem Feld liegen und wird entsorgt. Die Gemüseküche „Culinary Misfits“ aus Berlin bewahrt solche „kulinarischen Außenseiter“ vor dem Müll und verkauft sie oder kocht damit. Wie und für wen, erklärt Lea Brumsack im Interview mit Green Radio.

Trockengelegte Moore verstärken den Treibhauseffekt

Moor © foto-stuemper.de - Fotolia.comEin Moor ist zwar ein Paradies für Vögel und viele andere Tiere. Landwirte aber können die sumpfige Fläche nicht gut bewirtschaften. Deshalb sind die meisten Moore in Deutschland heute trockengelegt und dienen als Acker oder Weidefläche. Mit fatalen Folgen für das Klima: Aus dem trockenen Torf entweicht Treibhausgas. Wissenschaftler suchen nach Wegen, wie man die Flächen wieder wässern und trotzdem noch landwirtschaftlich nutzen könnte.

Wohin mit den Althandys?

Stapel alter Handys © Werner Dreblow – Fotolia.com80 Millionen alte Handys liegen schätzungsweise in unseren Schubladen. Und jedes Jahr kommen mehrere Millionen dazu. Dabei enthalten sie wertvolle Metalle: Gold, Silber, Kupfer oder Kobalt. Das Recyceln ist aber auch aus einem anderen Grund wichtig: Die Akkus bestehen aus giftigen Stoffen, die in den Sondermüll gehören. Abgeben können Sie Ihr Handy zum Beispiel bei der Deutschen Umwelthilfe. Was das bringt, erklärt Michael Hadamczik im Interview mit Green Radio.

Ist Grün das neue Gold? Olympia wird nachhaltiger

Schwimmer im Becken © gradt – Fotolia.comWie nachhaltig kann ein Megaereignis wie die olympischen Spiele in London sein? Einige gute Ansätze wie recycelte Trikots, nachhaltiges Holz für die Gebäude des Olympischen Dorfes oder der Verzicht auf Besucherparkplätze enthält das Nachhaltigkeitskonzept. Ein Problem: die Wahl der Sponsoren - von Chemiekonzernen über Ölkonzerne und klassische Energieunternehmen. „Green Washing oder wirklich nachhaltige Spiele?“, fragt daher Green-Radio-Reporterin Stefanie Gerressen den WWF in Großbritannien.

Wie wir den Boden unter den Füßen verlieren

Maisfeld – Monokulturen verstärken das Problem der Bodendegradation © Marc Rathmann, UBAJedes Jahr geht der Erde Boden in der Größe Bulgariens verloren – und damit auch die Grundlage unserer Ernährung. Bis 2025 wird sich die landwirtschaftlich genutzte Fläche im Vergleich zu 1990 weltweit um zehn Prozent vergrößern. Im gleichen Zeitraum wird die Weltbevölkerung um mehr als die Hälfte steigen. Intensive Landwirtschaft verstärkt jedoch die natürliche Erosion. Im Gespräch mit „Green Radio“ spricht UBA-Präsident Jochen Flasbarth von einer stillen Katastrophe.

Patientin Ostsee auf dem Weg der Besserung

Ostsee, Buhne und Möwe; DeVlce © www.fotolia.deAuch wenn es sich beim Baden oft kalt anfühlt, das Wasser der Ostsee erwärmt sich stärker als das anderer Meere. Und im warmen Wasser tummeln sich besonders gern Keime und Krankheitserreger. Als flaches Brackwassermeer, in das Salzwasser von der Nordsee hinein schwappt und Süßwasser von den Flüssen im Norden dazu kommt, bekommt sie die Klimaerwärmung schnell zu spüren. Aber obwohl die Überdüngung durch zahlreiche Abwassereinleitungen und Landwirtschaft noch nicht gestoppt ist, bessert sich langsam ihr Gesundheitszustand durch die Maßnahmen der letzen Jahre. Deshalb keine Sorge: Wegen der kühlen Sommertemperaturen besteht in diesem und wahrscheinlich auch in den kommenden Jahren kein Infektionsrisiko.  

Wölfe, Uhus und Adler – Deutschland wird wilder

Wolf © Angelika Möthrath - Fotolia.comEs ist lange her, dass Wisente, Wildkatzen und Wölfe in großer Zahl durch Europa streiften. Doch seit einigen Jahren kehren viele Wildtiere zurück – auch nach Deutschland. Was zieht sie her und welche Probleme ergeben sich dabei? Hierüber spricht Green Radio mit Norman Stier. Er ist Forstzoologe an der Technischen Universität Dresden und arbeitet mit dem Freundeskreis wildlebender Wölfe e.V. zusammen.

Ökostrom leicht gemacht

Erneuerbare Energien © thaut images – fotolia.comStromanbieter wechseln – zu aufwändig? Green Radio-Reporterin Stefanie Gerressen hat andere Erfahrungen gemacht. Die Kündigungsfristen wurden gekürzt, günstiger ist es häufig auch. Und: Der neue Stromanbieter organisiert den Wechsel. Wer sichergehen will, dass sein Strom ökologisch ist, sollte zum Beispiel auf die Siegel OK Power, Grüner Strom-Label, TÜV-Zertifikate oder Eco Top Ten achten.

Wie steht es um den Schutz der Wale?

Walfluke © letzingd - Fotolia.com„Rettet die Wale!“ – Vor zwanzig, dreißig Jahren war der Wal das Symbol für den verantwortungslosen Umgang des Menschen mit der Natur. In Panama diskutieren zurzeit die Vertreter der Internationalen Walfangkommission über die Zukunft des Walschutzes. Vor Ort ist auch Ralf Sonntag, Meeresbiologe beim Internationalen Tierschutz Fonds. Er erklärt im Interview mit Green Radio, wie es um den Schutz der Wale steht.

„Mittelfristig machen die Erneuerbaren den Strom günstiger“

UBA-Präsident Jochen Flasbarth im Studio von Detektor.fm - Kooperationspartner des UBA für Green RadioIn einem Interview mit Green Radio warb Jochen Flasbarth dafür, bei der Energiewende zuversichtlicher zu sein: Denn eine Versorgung mit 100 Prozent erneuerbarer Energie bis 2050 sei möglich. Die Energiewende sei nicht nur die klügere Strategie angesichts schwindender fossiler Rohstoffe. Mittelfristig seien erneuerbare Energien im Vergleich zu herkömmlichen sogar kostengünstiger.

Weltumweltgipfel Rio+20 enttäuscht bisher

Weltkugel mit Fahnen verschiedener Nationen © ktsdesign Fotolia.comIn Rio de Janeiro treffen sich vom 20. bis 22. Juni Vertreter aus der ganzen Welt zur UN-Konferenz „Rio+20“. Zwei Jahrzehnte nach der ersten Weltumweltkonferenz beraten sie erneut darüber, wie die Welt nachhaltiger und die Wirtschaft „grüner“ werden kann. Günther Bachmann ist Generalsekretär des Rates für Nachhaltige Entwicklung. Er beobachtet die Verhandlungen vor Ort in Brasilien. Im Gespräch mit Green Radio zieht er Bilanz.

Hochspannung für sauberes Wasser

Hände schöpfen Wasser © Aramanda - Fotolia.comModerne Kläranlagen reinigen Wasser mit Chemie, Salzen und Bakterien. Doch es gibt auch andere Ansätze: zum Beispiel Hochspannung. Wird Wasser unter Strom gesetzt, verändert sich die physikalische Struktur von Stoffen, die im Wasser enthalten sind. Das können Öle oder Fette sein, aber auch Bakterien und Amöben. Diese lassen sich anschließend leichter aus dem Wasser filtern. Green Radio erklärt, wie das funktioniert und wo die neue Methode schon eingesetzt wird.

Kreative Lösungen für Kommunalwälder

Waldweg © Inga Nielsen – Fotolia.comTrotz knapper Kassen: Kommunen müssen sich neben sozialen und politischen Aufgaben auch um den eigenen Wald kümmern. Ist da ein Verkauf die Lösung? Nein, sagt der NABU und hat ganz andere Ideen entwickelt. Denn immerhin gehören rund 20 Prozent der Waldfläche in Deutschland den Städten und Gemeinden. Green Radio-Reporterin Stefanie Gerressen hat bei Stefan Adler, dem Waldreferenten des NABU, nachgefragt.

Giftige Chemikalien in Produkten entlarven

Strichcode; Olivier Le Moal © www.fotolia.deAb sofort können Sie per Mausklick erfahren, ob besonders besorgniserregende Chemikalien in Alltagsprodukten stecken.BUND und UBA haben ein Online-Formular entwickelt, in das Sie den Strichcode des Produktes eintragen können. Die Anfrage wird dann automatisch an den Hersteller geschickt. Die Europäische Chemikalienverordnung REACH verpflichtet diesen, innerhalb von 45 Tagen kostenlos zu antworten. Wie die REACH-Anfrage genau funktioniert, erklärt Jurek Vengels vom BUND auf Green Radio.

Plastikmüll in den Ozeanen

Basstölpel brütet auf einem Fischernetz, in dem ein anderer Vogel verendet ist © Peter QuintOb Plastiktüte, PET-Wasserflasche oder Sonnencremetube – was einmal nützlich war, hat im Meer verheerende Folgen für Tiere und Pflanzen. Dreiviertel des gesamten Mülls im Meer besteht aus Kunststoffen. Der Abbau dieses Plastikmülls benötigt Jahrhunderte. Beim Zerfall gibt er giftige und hormonell wirksame Stoffe ab. Green Radio hat unter anderem mit Stefanie Werner vom UBA  über den Meeresmüll gesprochen.

Orientierung im Label-Dschungel: Welchen Ökosiegeln kann man trauen?

Regenwald © Frogger – Fotolia.comBioBio, demeter, Naturland – Ökosiegel gibt es viele, doch was steckt dahinter? Green Radio bietet einen Wegweiser durch das Label-Dickicht. Im Interview: Reinhild Benning vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND).

Neuer Welt-Diversitätsrat in Bonn

Eine der gefährdeten Tierarten: der afrikanische Elefant © Chris Fourie – Fotolia.comBonn ist zukünftiger Sitz des internationalen Beratungsgremiums zur biologischen Vielfalt (IPBES). Das wissenschaftliche Gremium wird regelmäßig über die weltweite Artenvielfalt berichten – ähnlich dem Weltklimarat. Dr. Carsten Neßhöver vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung ist am Aufbau des Welt-Diversitätsrats beteiligt und beantwortet die Fragen von Green Radio.

Wie nachhaltig ist Deutschland?

Label „Der Umwelt zuliebe“ © Ferkelraggae – Fotolia.comVor zehn Jahren legte die Bundesregierung die nationale Nachhaltigkeitsstrategie fest. Was hatte sie sich 2002 vorgenommen? Welche Ziele sind bisher erreicht, welche nicht? Green Radio-Redakteurin Stefanie Gerressen gibt Auskunft.

Green Consulting: Wie können Unternehmen grüner werden?

Vertragsverhandlung; © endostock Fotolia.comIm Interview mit der Effizienz-Agentur NRW geht Green Radio dieser Frage nach. Peter Jahns erklärt, wie man tatsächlich umweltfreundlich und ressourcenschonend produzieren kann und dass „Green Washing“ keine Lösung ist.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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