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Umsetzung von Gesetzen im UBA (Vollzugsaufgaben)

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Der Präsident des Umweltbundesamtes

Letzte Änderung: 06.10.2011

Organisationsstruktur PDF / 73 KB

Lebenslauf von Jochen Flasbarth PDF / 59 KB

 

Liebe Bürgerinnen und Bürger, liebe Besucherinnen und Besucher der UBA-Website!

Willkommen beim Umweltbundesamt!

 

Jochen Flasbarth; © Marcus GlogerUmweltschutz ist wichtig für unsere Gesellschaft. Das ist heute eine allgemein verbreitete Einstellung. Wir wissen inzwischen, dass uns unterlassener Umweltschutz teuer zu stehen kommt. Zunächst hat die Industrialisierung im letzten Jahrhundert ohne ökologische Flankierung stattgefunden: Das Ergebnis war Smog, Waldsterben, verdreckte Flüsse und Seen, Abfallberge und belastete Böden. Die Sanierung all dieser Umweltschäden hat die Steuerzahler riesige Milliardenbeträge gekostet – viel mehr als jeder vorsorgende Umweltschutz gekostet hätte.

Heute können wir in unserem Land stolz auf die Errungenschaften einer seit vier Jahrzehnten erfolgreichen Umweltpolitik zurückblicken: Die meisten Flüsse sind so sauber, dass man darin wieder baden kann und auch das ganze Spektrum der Fischarten ist zurückgekehrt. Die Luft ist – selbst in industriellen Ballungsräumen - wieder deutlich sauberer geworden. Die Ankündigung des damaligen Bundeskanzlers Willy Brandt, dass der Himmel über der Ruhr wieder blau werden solle, ist Wirklichkeit geworden. Der Ausstoß klassischer Schadstoffe, wie Schwefeldioxid, ist um mehr als 90 Prozent zurück gegangen. In den neuen Bundesländern hat sich diese Entwicklung im Zeitraffer vollzogen – nicht nur als Ergebnis vieler Betriebsschließungen, sondern auch durch Investitionen in moderne Umwelttechnologien.

Es gibt aber auch noch ungelöste Probleme. Viele Altlastenflächen sind zwar erkannt, aber nach wie vor nicht saniert. Der Flächenverbrauch geht mit über 100 Hektar pro Tag fast ungebremst voran. Die Stickstoffbelastungen – insbesondere aus der Landwirtschaft – machen unseren Seen und Meeren noch zu schaffen. Die Feinstaubemissionen insbesondere aus dem Verkehr sind erst in den letzten Jahren so recht ins Bewusstsein geraten und auch bei den Umwelt- und Gesundheitsrisiken von Chemikalien stehen noch große Aufgaben an.

Im besonderen Blickpunkt der Öffentlichkeit und der Politik steht heute der Klima- und Ressourcenschutz. Wir wissen heute, dass unser übermäßiger Ausstoß an Treibhausgasen aus Industrie, Haushalten und Verkehr, aber auch durch die Tierhaltung und die Zerstörung von Wäldern und Mooren unser Klima aus den Fugen zu bringen droht. Der globale Klimawandel ist deshalb eine zentrale Herausforderung für die Weltgemeinschaft und für uns im eigenen Land. Bis zur Mitte dieses Jahrhunderts müssen wir die weltweiten Treibhausgasemissionen halbieren – in Industrieländern wie Deutschland heißt das eine Verminderung um 95 Prozent. Eine gewaltige Aufgabe, die viel Veränderung erfordern wird. Nicht minder gilt dies für den allgemeinen Verbrauch von Ressourcen. Bestimmte Rohstoffe, seltene Metalle beispielsweise, die wir für unsere Kommunikationstechnologie benötigen, stehen nur noch begrenzt zur Verfügung – einige reichen nur noch für wenige Jahre.

Auch wenn die Umweltschutzanforderungen enorm groß sind, so sind sie doch lösbar. Wenn wir sie angehen, dann modernisieren wir gleichzeitig unsere Wirtschaft und Gesellschaft und machen sie damit fit für die Zukunft. Schon heute ist die Umweltschutzindustrie ein tragender Pfeiler unserer Wirtschaft. Deutschland ist in vielen Bereichen weltmarktführend – etwa bei den erneuerbaren Energien und bei der Abfall- und Abwasserbehandlung.

Das Umweltbundesamt ist die nationale Behörde, die sich um all diese Themen kümmert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erforschen Zusammenhänge zwischen Belastungen und ihren Auswirkungen auf die Umwelt und die menschliche Gesundheit. Sie bereiten vorhandenes Wissen auf und leiten daraus Empfehlungen für die Politik ab. Es ist seit Gründung des Amtes im Jahr 1974 aber auch eine zentrale Aufgabe des UBA, die Öffentlichkeit über den Zustand der Umwelt, Umweltgefahren und mögliche Lösungen zu informieren. Schließlich  ist das UBA in etlichen Bereichen für den Vollzug von Gesetzen zuständig. So zum Beispiel als nationale Stelle für den Emissionshandel.

Eine intakte Umwelt ist wichtig für unsere Gesellschaft. Der Staat kann und muss dabei den Rahmen setzen – aber er ist auf die Mitwirkung aller angewiesen. Vielfach kann man im ganz persönlichen Umfeld wichtige Beiträge zum Umweltschutz leisten. Auf den Internetseiten des UBA finden sich dazu für nahezu alle Lebensbereiche Beispiele und Anregungen.

„Umweltschutz – Mach mit!“ so hieß es auf den ersten Broschüren des UBA zu Beginn der 70er Jahre. Dazu lade ich Sie auch heute noch herzlich ein!

Jochen Flasbarth

Präsident des Umweltbundesamtes

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