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Verkehr

Workshop „Luftverkehr und lokale Luftqualität – Partikel- und Stickoxidemissionen“

Letzte Änderung: 10.08.2010

 

Zusammenfassung

Am 14.06.2005 fand im Umweltbundesamt in Berlin ein Workshop zum Thema „Luftverkehr und Luftqualität – Partikel- und Stickoxidemissionen“ statt, an dem zahlreiche Vertreter von Flughäfen, Forschungsinstituten, Triebwerksherstellern sowie nationalen und internationalen Ministerien teilnahmen. Insgesamt waren über 40 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, der Schweiz und den Niederlanden vertreten.

Im Rahmen dieses Workshops wurden Vorträge zu unterschiedlichen Aspekten der Thematik gehalten. Unter Anderem wurden die Rahmenbedingungen für Luftqualität in Deutschland sowie Schadstoffmessungen an Flughäfen diskutiert. Des Weiteren wurden die gesundheitlichen Auswirkungen von Partikelemissionen auf den Menschen sowie die Möglichkeiten der Messungen von Partikelemissionen aus Triebwerken dargestellt und aktuelle Entwicklungen auf dem Gebiet der Triebwerkstechnologie in Hinblick auf das Reduktionspotential von Stickoxidemissionen analysiert.

Die Erkenntnisse aus den Vorträgen und der Diskussion werden in eine vom Umweltbundesamt beauftragte Studie zum Thema „Erarbeitung einer Konzeption zur Begrenzung der Stickoxidemissionen im LTO-Zyklus und im Reiseflug unter Berücksichtigung der technischen Entwicklung“ eingearbeitet.

Die Teilnehmer des Workshops stellten bezüglich der Begrenzung von Partikelemissionen aus Flugtriebwerken fest, dass die derzeit international verwendete „Rauchzahl“ kein geeignetes Kriterium für die Begrenzung der Partikelemissionen ist. So weist sie keinen direkten Bezug zu der im Abgasstrahl enthaltenen Partikelanzahl auf. Allerdings sind zunächst weitere Arbeiten erforderlich, um einen wirksamen Partikelgrenzwert festzulegen. Der internationale Ingenieurausschuss SAE-E31 diskutiert derzeit mögliche Messgrößen und Messverfahren.

An den Flughäfen ist die Belastung durch Partikelemissionen hoch. Neben dem Luftverkehr ist auch der Straßenverkehr am Flughafen sowie in der Umgebung (an- und abreisende Passagiere, Vorfeldfahrzeuge) eine wichtige Emissionsquelle. Am Flughafen Frankfurt/Main wurde der zulässige Tagesmittelwert von 50 µg/m³ im Jahr 2005 bereits zehnmal überschritten, 35 Überschreitungen pro Jahr sind erlaubt. Aufgrund dieser Entwicklung und der Auswirkungen von Partikelemissionen auf die menschliche Gesundheit ist es erforderlich, Partikelemissionen auch aus Flugtriebwerken wirksam zu begrenzen.

Wie die Emissionen von Partikeln ist auch der Ausstoß von Stickoxiden ein wachsendes Problem für die Luftqualitätssituation an Flughäfen. Im Rahmen des Workshops wurde festgestellt, dass bei den Stickoxidemissionen aus Triebwerken Potenzial für eine Verschärfung der existierenden CAEP Grenzwerte (CAEP ist der Umweltausschuss der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation) und des ab 2008 gültigen CAEP/6 Grenzwerts besteht. In den nächsten 15 Jahren ist Triebwerkstechnologie mit einem deutlichen Reduktionspotential hinsichtlich der Stickoxidemissionen relativ zu CAEP/6 zu erwarten (-45%). Die Entwicklung tendiert dabei zu deutlich höheren Druckverhältnissen, als sie bis jetzt durch die Grenzwerte berücksichtigt werden (OPR bis zu 50).

Der Workshop diente als sehr gute Kommunikationsbasis für Vertreter der verschiedenen teilnehmenden Institutionen. Es fand ein fachlich fundierter Austausch der verschiedenen Standpunkte statt. Der Workshop kann als eine hilfreiche Basis für die Diskussion weiterer Schritte auf diesem Gebiet dienen.

 

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