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Letzte Änderung: 27.10.2011
Bei der Desinfektion (Chlorung) von Schwimm- und Badebeckenwasser entstehen im Wasser hypochlorige Säure und Hypochlorit-Anionen. Die Desinfektionswirkung wird im Wesentlichen durch die hypochlorige Säure bewirkt. Beide Verbindungen werden unter dem Begriff „freies Chlor” zusammengefasst. Sie reagieren mit den im Badewasser vorhandenen Mikroorganismen und Badewasserinhaltsstoffen (Verunreinigungen durch die Badegästen etc.) sehr unterschiedlich und komplex. Die Reaktionen mit Mikroorganismen, die zu deren Abtötung führen sowie Oxidationsreaktionen zum Abbau von Verunreinigungen sind erwünscht. Andere Reaktionstypen führen dagegen zu unerwünschten Desinfektionsnebenprodukten (DNP). Das Umweltbundesamt beschäftigt sich mit der Entstehung, analytischen Bestimmung und Minimierung dieser DNP. Beispiele für DNP sind die Trihalogenmethane und Nebenprodukte, die unter dem Summenparameter „gebundenes Chlor” zusammengefasst werden. Insbesondere das zu dieser Gruppe gehörende Stickstofftrichlorid ist ein extremer Reizstoff für Augen, Nase, Rachen und Bronchien. Es gast aus dem Beckenwasser aus und sorgt für den typischen chlorähnlichen, so genannten Hallenbadgeruch.
Zu den wichtigsten Einzelaktivitäten des Umweltbundesamtes zählen: