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Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz

Trinkwasser

Chemie und Analytik

Letzte Änderung: 10.02.2012

Trinkwasser enthält natürliche Stoffe, die für den unbedenklichen Genuss des Wassers notwendig und zudem für die Ernährung wichtig sind. Folgende chemische Bestandteile sind hauptsächlich im Trinkwasser enthalten:

Die Erdalkalimetalle Kalzium und Magnesium sowie Hydrogencarbonat gelangen durch das Lösen von Kalk und Dolomit, die im Untergrund vorkommen, ins Wasser. Der natürliche Kohlensäuregehalt des Wassers beeinflusst dessen  Vermögen, diese  Mineralien zu lösen. Die Reaktionen zwischen Kalk und Kohlensäure sind für die Zusammensetzung und die Eigenschaften des Wassers - pH-Wert, Wasserhärte, Korrosionseigenschaften und Steinbildung beim Transport in Rohrleitungen - bedeutend.

Die Alkalimetalle und weitere Anionen wie Sulfat und Chlorid sind Bestandteile von Salzen, die beim Kontakt mit Wasser leicht gelöst werden. Wie sich das Trinkwasser zusammensetzt, ist abhängig davon aus welcher Art Wasser - Oberflächenwasser, Uferfiltrat, Quell- oder Grundwasser – man das Trinkwasser gewinnt. Entscheidend ist zudem die Geologie des Einzugsgebietes.

Neben den genannten Hauptbestandteilen können noch weitere natürliche Spurenstoffe im Trinkwasser enthalten sein. Das Trinkwasser kann einen wichtigen Beitrag zur Versorgung des menschlichen Körpers mit bestimmten Spurenstoffen – z.B. Fluorid – leisten.

Das für die Trinkwassergewinnung genutzte Rohwasser kann in seltenen Fällen auch Verunreinigungen enthalten. Um sicherzustellen, dass erhöhte Konzentrationen von Stoffen oder unerwünschte Substanzen im Trinkwasser die Gesundheit der Bevölkerung nicht gefährden, müssen alle Wasserversorger regelmäßig umfangreiche chemische Analysen durchführen. Außerdem kontrollieren die Gesundheitsämter das verteilte Trinkwasser.

Die Trinkwasserabteilung im Umweltbundesamt  verfügt über verschiedene, hoch empfindliche Verfahren zur Bestimmung von Elementen (AAS, ICP-OES, ICP-MS), Ionen (Ionenchromatographie), Summenparametern, physikalisch-chemischen Messgrößen sowie organischen Verbindungen (GC-MS) im Trinkwasser. Die Fachleute wenden diese fachübergreifend an, um unterschiedliche Fragen der Trinkwasserhygiene zu beantworten.

Das Umweltbundesamt beteiligt sich national (DIN) und international (ISO, CEN) an der Entwicklung und Überprüfung neuer genormter Analysenmethoden. Diese werden als „allgemein anerkannte Regeln der Technik” (a.a.R.d.T.) zum Bestandteil der Deutschen Einheitsverfahren zur Wasser-, Abwasser- und Schlammuntersuchung oder des „European Acceptance System – Europäisches Anerkennungssystem für Bauprodukte im Kontakt mit Trinkwasser” (EAS).

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