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Wasser, Trinkwasser und Gewässerschutz
Das WHO-Kooperationszentrum für Forschung auf dem Gebiet der Trinkwasserhygiene beim Umweltbundesamt
Letzte Änderung:
10.02.2012
Das Umweltbundesamt ist ein Kooperationszentrum der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organization, WHO) im Bereich Trinkwasserhygiene.
WHO-Kooperationszentren sind nationale Institutionen, zum Beispiel Behörden oder Forschungseinrichtungen, welche die WHO bei der Umsetzung ihrer global ausgerichteten Programme und Aufgaben durch ihr Fachwissen und Personal unterstützen. Umgekehrt werden über die Zentren international relevante Themen und Entwicklungen im Gesundheitssektor in den nationalen Diskussionsprozess eingespeist. In Deutschland gibt es derzeit 29 WHO-Kooperationszentren zu einem breiten Spektrum von Gesundheitsthemen.
Aktuell stehen beim WHO-Kooperationszentrum folgende Aufgaben im Vordergrund:
1. Normative Arbeit:
- Mitwirkung an der kontinuierlichen Fortentwicklung der WHO-Leitlinien für Trinkwasserqualität (Guidelines for Drinking-water Quality), dem maßgeblichen internationalen Referenzwerk in der Trinkwasserhygiene und -regulation
- Koordination der Aspekte des Trinkwasserressourcenschutzes und des Wissens- und Kapazitätsaufbaus zum Water-Safety-Plan-(WSP)-Konzept im WHO-Trinkwasserkomitee
- fachliche Vertretung Deutschlands bei der Umsetzung des von der WHO und der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (UNECE) koordinierten Protokolls über Wasser und Gesundheit und Federführung des Themenbereichs dezentrale Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung (siehe auch Publikation „Small-scale Water Supplies in the pan-European Region“)
2. Wissenschaftliche Arbeit:
- wissenschaftliche Koordination von WHO-Fachmonographien zum Trinkwasserressourcenschutz („Protecting Groundwater for Health”, „Toxic Cyanobacteria in Water”) und zur sicheren Trinkwasserversorgung in Gebäuden („Water Safety in Buildings”)
- Durchführung von Forschungsprojekten zu aktuellen Themen der Trinkwasserhygiene, zum Beispiel von Pilotprojekten zur Untersuchung der Anwendbarkeit und des zusätzlichen Nutzens des von den WHO-Leitlinien vorgeschlagenen WSP-Konzeptes in kleinen Trinkwasserversorgungen und in Gebäuden in Deutschland
3. Internationale Zusammenarbeit:
- fachliche Beratung und wissenschaftlich-technische Unterstützung von Wasser- und Gesundheitsbehörden in weniger entwickelten Ländern, zum Beispiel in Georgien, Jordanien, Iran, Nordkorea, Oman, Tadschikistan und Turkmenistan
- Mitarbeit an der strategischen Neuausrichtung des von der WHO und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) koordinierten Gemeinsamen Überwachungsprogamms zur Trinkwasser- und Sanitärversorgung (Joint Monitoring Programme for Water Supply and Sanitation, JMP)
4. Organisation und Durchführung von WHO-Fachtagungen
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